(openPR) Bahn-Media Verlag zeichnet Unternehmen aus
Suhlendorf. (um) Multifunktionalität ist das Gebot der Stunde. Das beweist das Ergebnis beim PriMa Innovationspreis 2011. Am Ende haben mit der „ALP-45 Dual Power“ von Bombardier und dem „Vectron“ von Siemens gleich zwei Bewerber in der Kategorie „Lokomotiven“ die Nase vorn. Eindeutig fällt das Votum in der Kategorie „Triebwagen“ aus: „Stadler KISS“ heißt 2011 der Liebling der Jury. Mit einem Fotofinish beenden die Kandidaten im „Bahnbau“ das Rennen: Als Erster durchs Ziel geht das Konzept von Wiebe und Plasser & Theurer zum gleislosen Schottertausch mit Planumsverbesserung. Mit Abstand klar in Front liegt in der Kategorie „Bahn- und Umwelttechnik“ das „Hybrid PowerPack“ von MTU.
Zum zweiten Mal veranstaltet der Bahn-Media Verlag diesen Wettbewerb. „Allein schon die Zahl der Kandidaten hat mich verblüfft. Mit solch einer Steigerung hatten wir nicht gerechnet. Das beweist aber, wie innovationsstark die Branche ist, wie sehr sich die Player darum bemühen, ihre Produkte den Anforderungen anzupassen“, urteilt Verlagsleiter Christian Wiechel-Kramüller (44).
Für den US-Markt entwickelt, weist das DualPower-Konzept der Bombardier ALP-45 den Weg in die Zukunft. Wo die Sanierung der Infrastruktur mit dem Fortschritt der Fahrzeuge nicht Schritt hält, müssen moderne Techniken für die nötige Anpassungsfähigkeit sorgen. Bombardier gelingt dies mit der ALP-45 Dual Power in herausragender Weise, urteilt die Jury. Jedoch steht die Siemens Vectron dieser Entwicklung in nichts nach. Dieses Fahrzeugkonzept ermöglicht eine flexible und bedarfsgerechte Konfiguration in mehreren Leistungsklassen und mit verschiedenen Spannungssystemen. Knapp geschlagen geben muss sich die „Hybrid-Lok2“ von Alstom. Dies ist aber auch ein Hinweis darauf, dass die Hybridtechnologie weiter auf dem Vormarsch ist.
Ein Zug, zwei Funktionen. Das beeindruckt die Jury im Segment „Triebwagen“. Sieger ist hier der „Komfortable Innovative Spurtstarke S-Bahn-Zug“ (KISS) der Firma Stadler. Auf dem Konzept des Stadler FLIRT basierend, entstand ein Doppelstocktriebzug, der sowohl im S-Bahnbetrieb als auch im Fernverkehr Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h erreicht. Platz zwei teilen sich Bombardier Transportation mit dem „ITINO C.L.E.A.N.“ und der „Velaro D“ von Siemens.
Überraschungssieger in der Kategorie „Bahnbau“ ist das Konzept von Wiebe und Plasser & Theurer zum gleislosen Schottertausch mit Planumsverbesserung. Wichtigster Aspekt: Alle Arbeiten können innerhalb des Gleises ohne Beeinträchtigung eines Nachbargleises erfolgen. Auf die nächsten Plätze kommen das „High Speed Grinding“ der Vossloh Rail Services sowie kurz dahinter der Linsinger Schienenfräszug „SF06-FFS Plus“.
Ganz oben auf dem Treppchen steht bei „Bahn- und Umwelttechnik“ das „Hybrid PowerPack“ von MTU. Dank der Hybridtechnologie hilft die Bremsenergie beim Beschleunigen. Der Vorteil: 25 Prozent weniger Kraftstoffverbrauch und Emissionsausstoß. Zweifelsfrei ein klarer Fingerzeig der Jury, wohin die Reise geht in puncto Antriebstechnologie.
Die Jury-Mitglieder des Privatbahn Magazin Innovationspreises 2010
Thomas Nawrocki (Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH),
Frank Munsch (Westfälische Landes-Eisenbahn GmbH), Romy Mothes (Captrain), Stefan Mittler (Veolia Verkehr GmbH), Alexander Kirfel (Netzwerk Privatbahnen), Andreas Galle (Erfurter Bahn GmbH), Thorsten Priebe (Railpool GmbH), Dr. Engelbert Recker (mofair), Prof. Dr.-Ing. Markus Hecht (TU Berlin), Ulrich Vössing (PriMa Redaktion), Gerald Binz (Interessengemeinschaft der Bahnspediteure), Jürgen Tuscher (Vereinigung der Privatgüterwagen-Interessenten), Helmut Jeck (Verband Deutscher Eisenbahnfachschulen), Dipl.-Ing. Boris Kluge (Studiengemeinschaft für den kombinierten Verkehr e. V.), Dipl.-Ing. Wilfried Messner (Bundesverband Führungskräfte Deutscher Bahnen e. V.), Dr. Frank Thomas (K&L Gates LLP), Dipl.-Ing. Alexander Schaeffer (traflT solutions GmbH)











