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Rohöl: Analysten heben Preisprognose an

07.03.201109:38 UhrEnergie & Umwelt

(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Rohöl ist so teuer wie seit gut 30 Monaten nicht mehr. Nordseeöl (Brent) kletterte auf über 117 Dollar, US-Leichtöl (WTI) zog auf mehr als 106 Dollar nach. Die Konjunktur, die Haupttriebfeder solcher Entwicklungen sein sollte, spielt dabei allerdings nur eine untergeordnete Rolle. Weiterhin sind es hauptsächlich die Unruhen in Nordafrika und im Nahen Osten, die die Ölpreise treiben.
Und es nicht absehbar, wie lange das noch der Fall sein wird. So haben die Rohstoffexpertem der Commerzbank ihre Prognose für das zweite Quartal auf 120 Dollar je Barrel angehoben. „. Erst wenn die Angebotsrisiken nachlassen, dürfte der Ölpreis wieder unter die Marke von 100 US-Dollar je Barrel fallen.“, so Analyst Eugen Weinberg.
In Libyen halten die Kämpfe zwischen den Truppen Gaddafis und der Opposition an. Die Lage ist unübersichtlich, angeblich haben Regierungstruppen von den Aufständischen eroberte Städte mit Flugzeugen und Artillerie beschossen. Immerhin dürfen nun Erkundungsteams der EU und der UN in das Land einreisen, um sich ein Bild von der Lage zu verschaffen. In Saudi-Arabien derweil scheinen die Finanzgeschenke des Königshauses an die Bevölkerung deren Durst nach Reformen nicht stillen zu können. Am Wochenende waren einzelne Proteste aus dem großen Ölförderland gemeldet worden. Die Regierung reagierte mit einem kompletten Demonstrationsverbot. Auch aus anderen Ländern wie Tunesien, Algerien, Jemen und Bahrain machten Nachrichten von Protestkundgebungen die Runde.
Für die hiesigen Heizölpreise bedeutet der Preisanstieg an den Rohstoffbörsen nichts Gutes. Da dieser bereits am Freitag seinen Anfang genommen hatte, ziehen die Bezugskosten heute wohl spürbar an.

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