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Sport ist eine starke Kraft in der Entwicklungszusammenarbeit

23.02.201111:24 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Sport ist eine starke Kraft in der Entwicklungszusammenarbeit
Dr. Karen Petry befasst sich mit europäischer Sportpolitik, internationaler Sportentwicklung und Sozialarbeit sowie Sport.
Dr. Karen Petry befasst sich mit europäischer Sportpolitik, internationaler Sportentwicklung und Sozialarbeit sowie Sport.

(openPR) München, den 21. 2. 2011. Das Institut für Europäische Sportentwicklung und Freizeitforschung der Deutschen Sporthochschule Köln, begeleitet das von Jambo Bukoba e.V. initiierte Entwicklungs-Projekt „Kinder durch Sport stark machen“ in Tansania. Dr. Karen Petry, stellvertretende Institutsleiterin, ist überzeugt, dass Sport als Medium in der Entwicklungszusammenarbeit funktioniert. Sie hat kürzlich in München vor Mitgliedern von Jambo Bukoba einen Einblick in ihre Arbeit gegeben und auf Fragen diese Antworten gegeben.



Was muss ein Projekt erfüllen, damit es für die Sporthochschule interessant ist?
Wir verfolgen im Rahmen des Forschungsgebiets “Sport in der Entwicklungszusammenarbeit” sowohl einen theoriegeleiteten als auch empirischen Ansatz zur Erschließung neuer Erkenntnisse in Bezug auf die nachhaltige Wirksamkeit des in der Praxis zunehmenden Einsatzes von Sport als Entwicklungsinstrument. Zu diesem Zweck betreuen wir diverse Projekte wissenschaftlich. Jambo Bukoba ist ein beispielhaftes Projekt, das wir in unsere Forschungsarbeit aufgenommen haben, um fundierte Grundlagen für die Evaluation des Potenzials zu gewinnen, das Sport für Entwicklungszwecke in sich tragen kann.
Was bedeutet Projekt Jambo Bukoba für Ihre Arbeit?
Ich kenne viele Projekte unterschiedlicher Zielsetzungen. Dass Sport als Medium in der Entwicklungszusammenarbeit funktioniert, steht außer Frage. Doch diese Annahme beruht bislang eher noch auf einer intuitiven Gewissheit, hervorgerufen durch subjektive Erfahrungen, als auf einer wissenschaftlich fundierten Erkenntnis. Die Frage, wie Sportprojekte im Entwicklungskontext konzipiert werden müssen ist für uns genauso wichtig wie eine kontinuierliche Evaluation und die Messung der Effekte. Mit dem Fortgang von Jambo Bukoba bin ich sehr zufrieden, denn ich habe bisher selten so eine starke Dynamik erlebt wie die bei Jambo Bukoba.
Und welche Erkenntnisse haben Sie schon gewonnen?
Unser Sportwissenschaftlicher Sebastian Rockenfeller hat eine Grundlagen- bzw. Bedarfsstudie durchgeführt, indem er gemeinsam mit lokalen, regionalen und nationalen Institutionen die vorhandenen Ressourcen und Strukturen in der Region Kagera von Tansania analysiert hat. Erste Ergebnisse liegen vor, der Endbericht wird bis März 2011 fertig gestellt sein.
…. das heißt im Einzelnen?
Beispielsweise, dass es an Sportmaterialien, Sportkleidung und einem lokalen Sportbudget fehlt. Weiter ist die Akzeptanz des Sports von Seiten der Eltern schwierig einzuschätzen. Die Kinder haben sehr lange Schulwege und sind mit Arbeit zu Hause belastet. Häufig kommen sie ohne Frühstück zur Schule kommen. Mangelernährung ist gegenwärtig. Die Anzahl der Kinder pro Klasse ist sehr groß, und die Lehrer und Lehrerinnen haben keine bzw. geringe Kenntnisse im Sport.
Wie kann hier „Kinder durch Sport starken machen“ etwas verändern?
Anknüpfend an unsere Studie hat die Diplomandin Kathrin Barth das Projekt für zwei Monate in Bukoba begleitet. Die Diplomarbeit wird u.a. Empfehlungen für die zukünftige Gestaltung von Workshops für Lehrer beinhalten und somit einen ersten wertvollen Beitrag für die inhaltliche Weiterentwicklung des Projektes leisten.
Wie soll Jambo Bukoba das Projekt weiterführen? Was empfehlen Sie, was wird die Hochschule wieder leisten?
Erstmal, es ist im letzten Jahr enorm viel erreicht worden. Ich rate dringend weiter dazu, bei der Entscheidung von Projektzielen eng mit dem tansanischen Counterpart, also mit der Regierung und den Behörden, zusammenzuarbeiten. Bei der Formulierung von Zielen sollte die Kapazitäten der beteiligten Menschen und Institutionen als Bedingungen für die Erreichung der erstrebten Ziele im Vordergrund stehen. Daraus folgt, dass die Projektressourcen überwiegend im Projektland liegen sollten, um die Abhängigkeit von ohnehin temporärer Hilfe aus Deutschland zu verringern. Es ist ganz entscheidend, dass die Menschen vor Ort frühzeitig mit einbezogen werden. All diese Punkte sind entscheiden, ob ein Projekt nachhaltig gelingt oder nicht.
Neben dem Sportwissenschaftler Sebastian Rockenfeller wollen wir auch dieses Jahr wieder Sportstudenten im Rahmen von Forschungsaufenthalten bzw. Praktika nach Bukoba schicken. Im Übrigen wird gerade ein Lehrbuch für die Sportlehrer-Ausbildung geschrieben. Es soll noch dieses Jahr erscheinen. Das Projekt Jambo Bukoba dient dabei als Vorlage.

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