(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Die Rohölpreise haben sich heute trotz einiger Schwankungen insgesamt fest präsentiert. Gegenüber ihren Tagesausgangswerten legte sowohl die europäische Sorte Brent als auch ihr amerikanisches Pendant WTI leicht zu. Analysten bezeichnen die Stimmung an den Börsen derweil ob der Geschehnisse in den nordafrikanischen und arabischen Staaten als „nervös“.
Dem Branchendienst „Futures Services“ zufolge gibt es im Suez-Kanal und auch an der Sumed-Pipeline derzeit keinerlei Beeinträchtigungen. Da die Lage in der Region jedoch unberechenbar ist, halten Marktbeobachter einen „Risikoaufschlag“ für gerechtfertigt. „Aus den Staaten Nordafrikas und des Nahen Ostens stammen mehr als ein Drittel der Weltölproduktion.“, unterstreicht Commerzbank-Rohstoffexperte Eugen Weinberg. Zumindest die Finanzspekulanten freut’s – Nordseeöl (Brent) kratzt an der 102-Dollar-Marke, US-Leichtöl (WTI) liegt bei immerhin 91 Dollar.
Zwar ist die politische Lage in der Tat schwer einschätzbar – auch etwa im Jemen und in Jordanien werden die Machthaber nervös – jedoch scheint es fraglich, ob selbst im Falle des Falles die Ölproduktion oder Durchleitung in den jeweiligen Staaten zum Erliegen kommt, da dieses Geschäft lukrativ ist – egal, wer die Führung übernimmt. Des Weiteren hat das Ölkartell OPEC in Aussicht gestellt, bei Versorgungsengpässen die Fördermengen erhöhen zu wollen. Allerdings seien die Läger gut gefüllt und die Situation unter Kontrolle. Die OPEC sieht daher keinen Grund für die derzeitige Höhe des Ölpreises. Spielt die Unsicherheit also vor allem Finanzanlegern in die Karten? Ja, meint esyoil-Analyst Klaus Bergmann. „Der Verdacht bleibt bestehen, dass der rasante Aufwärtstrend der Notierungen durch Finanzspekulationen hervorgerufen ist.“
Auf dem hiesigen Heizölmarkt indes bewegte sich heute nichts, wie BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau bereits am Morgen prognostiziert hatte. Die Bezugskosten ruhen konstant bei 78,14 Euro pro 100-Liter-Partie (bei einer Gesamtlieferung von 3.000 Litern). Damit liegt der aktuelle Preis höher als der Durchschnitt des Monats Januar (77,06 Euro). Ein Absinken der Bezugskosten ist zunächst nicht in Sicht.
Die Entwicklung der einheimischen Heizöl-Endverbraucherpreise im Bundesdurchschnitt und in den einzelnen Bundesländern zeigen die Grafiken auf dem Energieportal
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Frank Urbansky
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