(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Nachdem Freitag und gestern die Rohölpreise förmlich explodiert sind, ging es heute an den Warenterminbörsen deutlich ruhiger zu. Der deutsche Heizölpreis jedoch folgte den Steigerungen vom Montag. Ein immer stärker werdender Euro begrenzte allerdings die Teuerungen.
Ein Land, das kaum Öl hat, bestimmt derzeit die Rohölnotierungen weltweit. Ägypten verdient sein Geld vor allem mit Tourismus und landwirtschaftlichen Produkten. Ein beträchtlicher Teil des Bruttosozialproduktes jedoch wird mit dem Suez-Kanal erwirtschaftet. Da niemand, auch nicht die Sphinx, vorhersehen kann, wie sich die Lage im Land der Pyramiden entwickelt, nehmen Spekulanten das Schlimmste – sprich für sie das Beste an. Und das wäre eine Blockade der am häufigsten frequentierten Schifffahrtsstraße der Welt mit ihren täglichen Öltransporten.
Eine Verknappung wird es auch in diesem schlimmsten aller Fälle nicht geben. Die Versorgungslage ist in allen Teilen der Welt gut. Die OPEC-Länder beraten am 22. Februar, ob sie ihre Förderquoten ausweiten. Was bisher nur durch die Nachfrage vor allem in China und Indien bedingt wäre, könnte nun zusätzlichen Auftrieb durch die Krise vor der eigenen Haustür (zumindest die der arabischen Mitgliedsländer) erfahren.
So dümpelten die Rohölnotierungen um die Tagesschlusswerte von gestern. Nordseeöl (Brent) gewann sogar leicht, während US-Leichtöl (WTI) minimal verlor. Dennoch verbleiben beide Referenzsorten auf dem höchsten Niveau seit 28 Monaten.
Die hiesigen Heizölpreise orientierten sich bei vom Handel gemeldeten schwachen Umsätzen an den deutlichen Preisanstiegen vom Wochenanfang. Sie kletterten um 82 Cent nach oben. Pro 100 Liter (bei einer Gesamtliefermenge von 3000 Litern HEL), sind nun 78,13 Euro zu zahlen. Dieser von BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau erhobene Wert spiegelt den Bundesdurchschnitt wider.
Das berichtet das Onlineportal des Fachmagazins BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau auf seiner Website
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Frank Urbansky
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