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Abwehr gegen Hautkrebs stärken

18.01.201111:18 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Natürliche Killerzellen sollen Tumoren effektiv bekämpfen

Heidelberg (gb) – Das Maligne Melanom ist die aggressivste Form des Hautkrebses. Der Tumor bildet bereits zu einem frühen Zeitpunkt der Erkrankung Metastasen, die sich schnell im ganzen Körper ausbreiten. Für Betroffene, die an einem Malignen Melanom im fortgeschrittenen Stadium erkrankt sind, gibt es daher kaum Heilungschancen. Doch die körpereigene Abwehr ist möglicherweise der Schlüssel zur Genesung: Die Wissenschaftler um Dr. Adelheid Cerwenka vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg möchten durch eine gezielte Stimulation des Immunsystems die Heilungsaussichten verbessern. So genannte Natürliche Killerzellen (NK-Zellen), eine besondere Form der weißen Blutkörperchen, sollen zum Tumor gelockt werden und diesen zerstören. Die Deutsche Krebshilfe fördert das Forschungsprojekt mit 248.000 Euro.



Natürliche Killerzellen bilden die erste Verteidigungslinie des Körpers im Kampf gegen Krankheitserreger und Krebszellen. Sie patrouillieren unermüdlich durch den Blutkreislauf auf der Suche nach einer potenziellen Bedrohung der Gesundheit. NK-Zellen können zwischen gesunden und kranken Zellen unterscheiden. Dazu besitzen sie Rezeptoren auf ihrer Oberfläche, die ähnlich wie eine Antenne Signale aus der Umgebung der Zellen empfangen. Einige dieser Rezeptoren erkennen das so genannte MHC-Klasse-I-Molekül, das auf allen gesunden Zellen des Körpers vorkommt. Krankhaft veränderte Zellen haben hingegen nur wenige dieser Moleküle. Ein schwaches oder vollständig ausbleibendes MHC-Klasse-I-Signal zeigt der NK-Zelle, dass mit der betreffenden Zelle etwas nicht stimmt. Daraufhin wird diese abgetötet.

Hautkrebszellen weisen oftmals eine besonders geringe Dichte von MHC-Klasse-I-Molekülen auf. Daher werden NK-Zellen schnell auf sie aufmerksam. In einer Reihe von Studien konnte bereits der Zusammenhang zwischen einer hohen Anzahl von NK-Zellen im Tumorgewebe und einer verbesserten Heilungschance für Krebs-Patienten nachgewiesen werden. Die Wissenschaftler um Cerwenka möchten nun klären, wie Natürliche Killerzellen gezielt zum Tumor gelockt werden können, um diesen effektiv zu bekämpfen.

„Therapieansätze, die auf der Wirksamkeit von Natürlichen Killerzellen basieren, sind bisher nur wenig erforscht“, erläutert Cerwenka. „Wir hoffen, dass unsere Studie als Grundlage für die Entwicklung neuer Behandlungsmöglichkeiten für Hautkrebs und andere Tumorerkrankungen dienen wird.“ Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe, betont: „Jedes Jahr erkranken in Deutschland mehr als 195.000 Menschen an Hautkrebs, 24.000 davon am gefährlichen Malignen Melanom. Es ist daher von besonderer Bedeutung, hochwirksame Therapien gegen diese Erkrankung zu entwickeln und Therapiestrategien ständig zu verbessern.“ Das Forschungsprojekt wird von der Deutschen Krebshilfe mit 248.000 Euro gefördert.



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Hintergrund-Info: Malignes Melanom

Am Malignen Melanom — dem Schwarzen Hautkrebs — erkranken in Deutschland jedes Jahr 24.000 Menschen neu. Diese besonders gefährliche Hautkrebsart führt bei rund 3.000 Betroffenen jährlich zum Tod. Im Vergleich zu anderen Hauttumoren bildet das Maligne Melanom relativ früh Absiedlungen in anderen Organen (Metastasen). Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt für Männer bei 64 Jahren und für Frauen bei 58 Jahren. UV-Strahlung ist der größte Risikofaktor für das Tumorleiden. Zunehmend erkranken junge Erwachsene an einem Malignen Melanom. Denn wer vor dem 35. Lebensjahr regelmäßig Solarien nutzt, steigert sein Risiko, an Schwarzem Hautkrebs zu erkranken, um bis zu 75 Prozent. Wie bei den meisten anderen Krebsarten gilt auch hier: Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Daher ist es sinnvoll, regelmäßig den eigenen Körper zu untersuchen und sich ab dem 35. Lebensjahr über die Hautkrebs-Früherkennung zu informieren. Die Kosten für die Inanspruchnahme der Hautkrebs-Früherkennung werden alle zwei Jahre von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.


Projektnr.: 109174

Bonn, 18. Januar 2011

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