(openPR) Quirlige Ferkel mit niedlichen Ringelschwänzen können Besucher der Internationalen Grünen Woche in Berlin im Tierschutzzentrum bei „Neuland“ und beim Verband der Halter der Bunten Bentheimer bestaunen. Während die Sauen meist genüsslich im Stroh liegen, tummeln sich ihre Jungen in der dicken Einstreu, die sie eifrig erkunden und durchwühlen. Ein auf den ersten Blick erkennbarer Beweis für die Artgerechtheit der von Neulandbetrieben praktizierten Haltungsform sind die vollständigen Schwänze. Da die Ferkel keine Langeweile haben, beknabbern sie sich nicht gegenseitig. Deshalb besteht keine Gefahr, dass ernsthafte Verletzungen durch Bisse an Schwänzen und Ohren entstehen. Wer etwas Geduld mitbringt, kann auch beobachten, wie die Ferkel ihren Hunger an den Zitzen der Sauen stillen. Diese Bilderbuchidylle, die bei alternativen Haltungen Realität ist, finden Tierfreunde in der Tierhalle (Halle 25) am Stand 104.
Wie es in den praxisüblichen Schweinemastställen aussieht, wird auf dem „ErlebnisBauernhof“ in Halle 3.2 vorgestellt. Hier leben die Tiere auf Vollspaltenboden. Für die „Spielzeuge“ wie eine Eisenkette und die pendelnd aufgehängte Tränkevorrichtung interessieren sich die Schweine nur kurzfristig. Die Schwänze wurden gekürzt, damit sie bei Beißereien nicht zu sehr verletzt werden können. Zum Ende der Mast geht es wesentlich enger zu als bei den noch relativ leichten Jungtieren. Besucher sollten sich viel Zeit zur Beobachtung nehmen, denn in Praxisbetriebe kommt man mit der Begründung, es könnten Krankheiten eingeschleppt werden, normalerweise nicht hinein. Interessant ist auch die Darstellung der Milchviehhaltung mit dem Melkroboter, den die Kühe aufsuchen können, wann immer sie möchten und er frei ist.
In Halle 26C sollten sich besonders Familien mit Kindern, Kindergartengruppen und Schulklassen das „Kükenkino“ am Stand 103 ansehen. Hier wird im Rahmen des Beitrags des Märkischen Ausstellungs- und Freizeitzentrums in Glien (MAFZ) eine muntere Schar Küken gezeigt, die in artgerechter Haltung mit kleinem Stall und eingestreutem Auslauf herumlaufen und scharren. Noch interessanter wäre es, wenn es statt einer wärmenden Rotlichtlampe eine richtige Glucke zu sehen gäbe, die ihre Kleinen beschützt.
Die „Gesellschaft zur Erhaltung alter und bedrohter Haustierrassen“ e.V. (GEH) informiert in der Tierhalle (Halle 25) am Stand 114 über ihre wichtige Arbeit und stellt mit dem „Limpurger Rind“ die „Gefährdete Nutztierrasse 2011“ vor.












