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Zu fett – selbst schuld. Oder doch nicht? Teil 1

07.01.201110:19 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Viele formal übergewichtige Patienten bekommen von vielen Seiten den Eindruck vermittelt, ungesund und ungezügelt zu leben und das Gesundheitssystem zu belasten. Als Entlastung dieser wird oft vorgetragen, dass gerade die im Überfluss vorhandenen Lebensmittel mit schneller Verfügbarkeit eine oftmals ungünstige Nährstoffzusammensetzung aufweisen und das seit Jahrtausenden geltende Prinzip „Ernährung durch Bewegung“ ausser Kraft setzen. Dies hat geradezu direkt zur Folge, dass ungünstige Folgen für die Gesundheit in Kauf genommen werden müssen und Übergewicht gefördert wird.


Das Spektrum von Übergewicht ist allerdings gross. Viele Menschen, die nicht auffällig große Kalorienmengen zu sich nehmen und somit einen offensichtlichen Grund dafür hätten, warum sie übergewichtig sind oder nicht abnehmen, stellen sich daher die Frage, ob Sie denn nun etwas dafür können, dass Sie „zu dick“ sind.
Zuerst einmal beinhaltet die Feststellung, ob man sich selbst für zu dick empfindet, dass man ein Bild vor Augen hat, wie ein Zustand von „Nicht dick sein“ aussieht. Dieser Zustand sieht für jeden Menschen ein wenig anders aus (und ist v.a. bei Menschen mit Körperwahrnehmungsstörung stark verschoben), und wird auch von ästhetischen Normen des kulturellen Umfeldes mitgeprägt.
In der Medizin versucht man, Zustände wertfreier zu beschreiben:
Gemäß der Definition des aktuell weiterhin häufig zur Anwendung kommenden BMIs (Body-Mass-Index), hat man Übergewicht ab einem BMI von 25, ab einem BMI von 30 gilt man als fettleibig. Der BMI setzt dabei das Körpergewicht in ein Verhältnis zur Körpergrösse [ BMI= Gewicht (kg) / Körpergrösse ² (m²) ] und soll so ein neutrales Mass für Übergewicht bzw. Adipositas darstellen.
Diese Definition ist allerdings überholt:
Denn diese Definition wird zum einen denjenigen Menschen nicht gerecht, die viel (schwere) Muskelmasse haben und wenig Fett (leichtes) besitzen. Außerdem werden diejenigen Menschen ausgeblendet, die ihre „Problemzonen“ haben. Diese Menschen können sich als „zu dick“ empfinden, auch wenn per Definition kein Übergewicht besteht. Trotzdem weisen diese in Messungen zur Analyse der Körpergewebe einen deutlich erhöhten Fettanteil auf. (Sehen Sie hierzu auch unseren Blogbeitrag: Möglichkeiten zur Körperfettmessung/Körperanalyse).
Das Fettgewebe ist dabei dasjenige Gewebe, welches bei Übergewicht v.a. über die als sog. Adipokine bekannten Botenstoffe nachteilige Wirkungen auf den Organismus ausübt.
Der BMI als Maßstab bildet dieses Gewebe aber nicht gut ab, außerdem wird keine Aussage getroffen über das Verhältnis von Fettgewebe zur sogenannten Magermasse.
Die Magermasse wird definiert als der Anteil an Muskelmasse, Bindegewebe, Haut, Knorpel, Bänder, Sehnen im menschlichen Körper und setzt dem Fettgewebe ausgleichende Botenstoffe entgegen.
Aktuelle Empfehlungen raten daher von der Verwendung des BMI ab und belegen dies anhand von Studien, die zeigen, dass der BMI keine Vorhersagekraft für das Risiko ist, einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erleiden. So zuletzt in einer Studie mit 11000 Personen, die 2010 von Schneider und Wittchen veröffentlicht wurde.

Ob ein Mensch nun generell zu- oder abnimmt, wird über das alles entscheidende Kriterium der Energiebilanz entschieden:
Nehme ich mehr Kalorien zu mir, als mein Körper verbraucht, werde ich voraussichtlich zunehmen (positive Energiebilanz). Nehme ich weniger Kalorien zu mir, als mein Körper benötigt, werde ich sicher abnehmen (negative Energiebilanz).
Nicht nur Bewegungsmangel im Alltag, verdeckte Energieträger wie Alkohol, Energydrinks, Mensa-Mahlzeiten mit fetten Soßen sind aber der Grund dafür, warum wir dick sind.
Warum ist es nämlich so, dass z.B. bei Ehepartnern, die oftmals ähnliche Nahrungsmengen zu sich nehmen und in ihrer Aktivität ähnliche Muster zeigen, der eine sein Normalgewicht problemlos hält, der andere aber mit Übergewicht zu kämpfen hat? Warum kann der eine Chips und Dips vertilgen, ohne dick zu werden, der andere wird fast schon vom Zusehen dick?
Auch hier ist die Antwort vordergründig ganz einfach: Bei dem einen Menschen ist der zugeführte Energiebetrag etwa gleich hoch, wie die vom Körper benötigte Energie, beim anderen eben nicht. Was führt also zu Unterschieden beim benötigten täglichen Energiebedarf und (wie) kann ich darauf Einfluss nehmen?
Jeder Mensch hat zuallererst einmal einen Grundumsatz, welcher auch basale Stoffwechselrate genannt wird. Dieser ist diejenige Energiemenge, die der Körper pro Tag bei völliger Ruhe, bei Indifferenztemperatur (28 °C) und nüchtern zur Aufrechterhaltung seiner Funktion benötigt.
Dieser Grundumsatz kann sich - je nach Aktivitätsmuster – um das 1,3 - 2,5 fache steigern, bei Leistungssportlern manchmal auch noch mehr. Der Grundumsatz wird im Weiteren bestimmt durch die Verteilung der Körpergewebe. Es gibt Gewebe, die zum Erhalt kaum Energie verbrauchen, und Gewebe, die einen höheren Energiebetrag benötigen. Die sogenannte Magermasse (Glossar-Link) ist dabei der Anteil, der im Gegensatz zum Fettgewebe einen erhöhten Energiebetrag benötigt.
Im Weiteren wird der Grundumsatz beeinflusst durch die hormonelle Stoffwechsellage. Führend hierbei ist das Schilddrüsenhormon. Auch bestimmte Medikamente können den Grundumsatz erhöhen oder erniedrigen.
Dieser Grundumsatz kann dann entweder mit einer Formel abgeschätzt werden oder gemessen werden per sog. indirekter Kalorimetrie. Diese Methode kann bestimmen, wie viel Kalorien das Individuum tatsächlich verbraucht. Durch Vergleich mit berechneten Werten kann so eine Aussage getroffen werden, ob dieses Individuum eher viel oder wenig Kalorien verbraucht.
Lesen Sie im nächsten Beitrag – Warum aber gibt es denn nun Menschen, die einen erniedrigten oder erhöhten Energiebedarf haben? Welche Rolle spielt die Veranlagung?
Quellen: beim Verfasser

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