(openPR) Immer häufiger haben SprachtherapeutInnen im praktischen Alltag mit Eltern von 2- bzw. 3-jährigen Kindern zu tun, die sich die Frage stellen, ob die Sprachentwicklung ihres Kindes „altersgemä? sei. Darauf eine Antwort zu finden, ist eine relativ neue und schwierig zu entscheidende Aufgabe für SprachtherapeutInnen.
Mit der zunehmenden Sensibilisierung für einen früheren Start von Sprachdiagnostik und -therapie werden immer mehr Kinder vor ihrem dritten Geburtstag in sprachtherapeutischen Praxen vorgestellt. Trotz der mittlerweile umfassenden Forschungsergebnisse zu frühen Sprachauffälligkeiten bleiben im logopädischen Alltag häufig Unsicherheiten bestehen, da die vorgestellten Kinder oft kein klassisches Late Talker-Profil zeigen, sondern vielmehr Anzeichen komplexer umschriebener Entwicklungsstörungen, die jedoch meist noch nicht diagnostiziert wurden.
lerniversum ist es gelungen, mit Frau Schwytay eine Dozentin zu gewinnen, deren Fortbildung die Wichtigkeit der Frühintervention adressiert. Das Seminar Frühe Sprachdiagnostik und -therapie bei Kindern mit und ohne Late Talker-Profil findet im März in München statt.
Die SeminarteilnehmerInnen werden anhand von Fallbeispielen in die Vorgehensweise des alters- und entwicklungsabhängigen Abschätzens des Risikopotentials eingeführt. Ein Diagnostikbogen wird als Entscheidungshilfe für die Differentialdiagnose vorgestellt. Dieser erleichtert die Ableitung eventuell notwendiger weiterführender Untersuchungen sowie die Ableitung individueller Therapieschwerpunkte und ist hilfreich für die kompetente Beratung der Eltern. Die therapeutischen Schwerpunkte basieren auf dem patholinguistischen Ansatz (Siegmüller & Kauschke, 2006).










