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Internationaler Tierrechtstag: Tierversuche retten keine Menschenleben

08.12.201012:23 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Zum diesjährigen Internationalen Tierrechtstag am 10. Dezember resümiert der bundesweit tätige Verein Ärzte gegen Tierversuche (ÄgT), dass entgegen den Versprechungen von Politik und Tierexperimentatoren trotz steigender Tierversuchszahlen ein Durchbruch bei der Heilung vieler menschlicher Krankheiten nicht in Sicht ist. Der Ärzteverein sieht darin das Versagen des unethischen und unwissenschaftlichen Systems Tierversuch bestätigt und fordert die Stärkung innovativer, am Menschen ausgerichteter Methoden.



Die vom Bundeslandwirtschaftsministerium kürzlich vorgelegte Tierversuchsstatistik für das Jahr 2009 gibt nach Ansicht der Ärzte gegen Tierversuche Anlass zu Sorge. In Deutschland wurden insgesamt rund 2,8 Millionen Tiere für Versuche oder andere wissenschaftliche Zwecke verwendet. Unter anderem Mäuse, Vögel, Fische, Kaninchen, Katzen und Hunde müssen laut Ärzteverein in den Labors leiden, ohne dass für den Menschen dabei etwas Brauchbares herauskommt.

Die ÄgT kritisiert, dass die tierexperimentelle Forschung auf Grundlage von Ergebnissen aus Tierversuchen immer wieder Durchbrüche bei der Behandlung von Alzheimer, Parkinson, Schlaganfall, Arteriosklerose oder Krebs ankündigt, die dann aber nicht eintreffen. „Behandlungsmethoden, die beim Tier im Labor wirken, funktionieren beim Menschen noch lange nicht“, sagt Diplombiologin Silke Bitz, wissenschaftliche Mitarbeiterin von Ärzte gegen Tierversuche. „Tierversuche sind vollkommen ungeeignet als Mittel zur Rettung der Menschheit vor Krankheiten.“

Nach Ansicht der ÄgT ist es erforderlich, einen Paradigmenwechsel in der Wissenschaft einzuleiten, bei dem der Tierversuch nicht länger als Maß aller Dinge gilt. „Die Entwicklung intelligenter tierversuchsfreier Verfahren in der medizinischen Forschung schreitet voran und ist dem stumpfsinnigen Abhaken nutzloser Tierversuchskataloge bei weitem überlegen“, ist sich Bitz sicher. Beispielsweise wurde ein dreidimensionales Arteriosklerose-Modell entwickelt, das aus Zellen menschlicher Blutgefäße besteht, die bei Operationen als „Abfall“ anfallen. Im Reagenzglas kann so eine Arterie mit ihren verschiedenen Zellschichten nachgebildet werden. Durch Zugabe von Cholesterin oder Verletzung der innersten Zellschicht wird eine Arterienverkalkung erzeugt. Pharmaka können so auf ihre Wirksamkeit getestet werden. „Ein solches Modell aus menschlichen Zellen bringt im Gegensatz zu künstlich geschädigten Tieren für den Menschen relevante Erkenntnisse“, erklärt die Biologin.

Die Ärztevereinigung sieht es als notwendig an, endlich die Notbremse zu ziehen und angesichts des klaren Versagens der tierexperimentellen Forschung sich von der veralteten Denkweise loszulösen, mit Tierversuchen Menschenleben retten zu wollen. Denn nur wenn innovativer Forschung an menschlichen Zellsystemen, Computermodellen mit menschlichen Daten, klinischer Forschung und der Prävention von Krankheiten der Vorrang gegeben wird, gelingt es, dem Anspruch an eine fortschrittliche Medizin und der ethischen Wertvorstellung der Gesellschaft gerecht zu werden.

Der 10. Dezember wurde erstmals 1998 in England analog zum Tag der Menschenrechte ausgerufen. Seitdem wird dieser Tag weltweit von Tierrechtlern zum Anlass genommen, all der Tiere zu gedenken, die ihrer Rechte und Würde beraubt wurden und werden.

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