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Fachkräftemangel – Bildungspolitik bremst Arbeitsmarkt aus

30.11.201009:58 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Fachkräftemangel – Bildungspolitik bremst Arbeitsmarkt aus
Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e. V.
Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e. V.

(openPR) Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie sieht fatale Fehler der Bildungspolitik. Schülerinnen und Schüler mit Teilleistungsstörungen werden in Deutschland behindert, einen begabungsgerechten Ausbildungsabschluss zu erreichen.




„Die demografische Entwicklung können wir nicht kurzfristig verändern, aber die Förderung von Stärken von Schülerinnen und Schülern mit einer Legasthenie oder Dyskalkulie“, sagt Christine Sczygiel, Bundesvorsitzende des BVL, Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie.

Etwa 10% aller Schülerinnen und Schüler sind von einer Legasthenie oder Dyskalkulie betroffen und verfügen trotz der Teilleistungsstörung über eine gute Begabung, die sie für viele Berufe qualifiziert. In den skandinavischen Ländern und den Niederlanden wurden für Kinder mit Teilleistungsstörungen bereits schulisch umfangreiche Maßnahmen getroffen, um ihre Stärken zu fördern und sie begabungsgerecht zu qualifizieren. Es werden von Beginn an technische Hilfen bereitgestellt, um ihnen den Zugang zum Wissen barrierefrei zu ermöglichen und auch bei Prüfungen sicherzustellen, dass das Fachwissen uneingeschränkt abgeprüft werden kann. Vorlesesoftware, Sprachsoftware, Laptops mit Rechtschreibprogrammen und mündliche statt schriftlicher Prüfungen sind bereits eine Selbstverständlichkeit. So ist es möglich, dass die betroffenen Kinder von Beginn an ihre fachliche Kompetenz zeigen können und nicht an ihrem Handicap scheitern.

„Bereits heute fehlen 34.000 Ingenieure und die Wirtschaft kann 3 Milliarden Umsatz nicht realisieren, weil Fachkräfte fehlen. Bei ca. 500.000 legasthenen Schülern in unserem Schulsystem könnte diese Lücke mit entsprechender Förderung schnell geschlossen werden. Da scheut sich die Bildungspolitik vor den Ausgaben für technische Hilfsmittel und individuelle Förderung. Auf der anderen Seite versucht man, Ingenieure aus dem Ausland zu gewinnen, die mit Sicherheit auch nicht gleich perfekte Rechtschreiber der deutschen Sprache sind“, kritisiert Sczygiel.

Mangelhafte Rechtschreibung führt bis heute dazu, dass viele Schüler die Schule ohne Schulabschluss verlassen oder eine Schullaufbahn einschlagen müssen, die weit unter ihrer Begabung liegt. Gerade legasthene Schüler verfügen meist über eine gute Begabung in den mathematischen und naturwissenschaftlichen Fächern und man weiß, dass Betroffene, die über ihr Elternhaus gut gestützt und gefördert wurden, erfolgreich als Mediziner oder Ingenieure arbeiten. Auch Menschen mit einer Dyskalkulie sind in vielen Berufen erfolgreich, wenn man sie nicht schon zu Beginn ihrer Ausbildung aussortiert.

„Wir fordern die Bundesregierung auf, sich bundesweit dafür zu engagieren, die Potentiale, die in unseren Kindern stecken, zu fördern und ihnen eine Chancengleichheit zu verschaffen. Man wird vielleicht nicht ohne Fachkräfte aus dem Ausland auskommen, aber man muss sich an erster Stelle darum kümmern, die vorhandenen wertvollen Ressourcen unserer Kinder zu entwickeln und ihnen Zukunftsperspektiven zu geben, von denen die gesamte Volkswirtschaft nachhaltig profitiert“, fordert die Bundesvorsitzende Sczygiel.

Weitere Informationen zum Thema und zum Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V. sind im Internet unter http://www.bvl-legasthenie.de abrufbar.

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