(openPR) 10 Jahre Jubiläum der IPF Multiversity & der Com-Unic Unternehmensgruppe wurde am 3. September im Auditorium der Print Media Academy in Heidelberg gebührend gefeiert. Beide Firmengruppen haben dazu ausgesuchte Kunden und Partner einge-laden und mit einem breiten Programm von Referaten konnten die Anwesenden so-wohl auf die vergangenen Erfolge aber auch auf die zukünftige Arbeit blicken. In den Referatspausen bzw. während des Buffets standen der gemeinsame Austausch und neue Firmenkontakte im Mittelpunkt.
Begrüssung durch Alexander Seiler, CEO der Com-Unic Unternehmensgruppe
In seinen Begrüßungsworten wies Geschäftsführer Alexander Seiler auf die Zielsetzung der Com-Unic Unternehmensgruppe hin, welche es geschafft hat, auf verschiedenen Ebe-nen Menschen unterschiedlicher Kulturen zusammenzuführen und dies in einer Zeit, in welcher der Einzelne zunehmend in den Hintergrund gerät.
Durch das Programm führte der Medienexperte Rolf Kienle, der die jeweiligen Dozenten ansprechend vorstellte und nach dem Referat auch den Austausch mit den Gästen mode-rierte.
Franzsika Brantner, Abgeordnete des Europäischen Parlementes für die Metropol-region Rhein-Neckar
Als erste Gastrednerin bekam die Abgeordnete des Europäischen Parlamentes für die Metropolregion, Franziska Brantner, das Wort. Sie erwähnte, dass im Europäischen Par-lament 20 Sprachen gesprochen werden und man sich deshalb unschwer vorstellen kön-ne, wie enorm wichtig interkulturelles Verständnis und Lernen sind. Die Grünen-Politikerin nahm Staat und Unternehmen in die Verantwortung, den Menschen die Angst zu nehmen, sich international zu öffnen. Deutschland läge beispielsweise nur im Mittelfeld der im Aus-land studierenden jungen Menschen. Die aus den EU-Töpfen zur Verfügung stehenden Mittel zur Unterstützung von Bildung würden beispielsweise von deutschen Auszubilden-den nicht abgeschöpft und fließen so an die EU zurück.
Dr. Klaus-Dieter Hohr, Leiter Personalentwicklung der Heidelberger Druckmaschi-nen AG
Zweiter und ebenso spannender Redner war der Leiter der Personalentwicklung der Hei-delberger Druckmaschinen AG, Dr. Klaus-Dieter Hohr. Er begann seine Ausführungen mit der Biographie einer Firmenangehörigen. Nach höchst erfolgreichem Schul- und Studien-abschluss (Jahrgangsbeste) wurde ihr im Unternehmen schnell ein großes Projekt zur Betreuung anvertraut. In gewohnter Manier leistete sie hervorragende Arbeit, doch leider wollten kaum Kunden dieses Produkt kaufen. Sie erfuhr eine erste Niederlage und be-gann, ihr Leben neu zu überdenken. Bei allem Karrierestreben fehlte ihr die „soziale Nah-rung“, das Einfühlen und empathische Wahrgenommenwerden der Mitmenschen. Dr. Hohr schilderte die schwierige Situation in den Unternehmen, einem zunehmenden Druck mit immer weniger Personal begegnen zu müssen. Damit wird das „wie Menschen miteinan-der umgehen“ immer wichtiger. Er blickte auf den Ansatz von Com-Unic, diese soziale Nahrung den Menschen zu geben. Hernach stellte er die Forderung, entsprechende Ver-änderungen im Bildungssystem vornehmen zu müssen und der Berufspraxis mehr Aner-kennung einzuräumen. Er forderte den „Aufbruch in eine neue Gesellschaft“ mit mehr menschlicher Begegnung.
Urs Hauenstein, Vorstandsvorsitzender IPF Multiversity
Urs Hauenstein, Vorstandsvorsitzender der IPF Multiversity, stellte an den Beginn seiner Ausführungen das Ziel seiner Unternehmung „Die Kunst im Leben zu lernen“. Auch seine Firmengruppe hat sein 10-jähriges Bestehen in diesem Jahr zu feiern und somit brachte er aus vielen Ecken dieser Welt Menschen mit, die ihre Grußworte persönlich übermitteln wollten. IPF arbeitet in einer neuen Partnerschaft mit der Lessing-Hochschule zu Meran. Dr. Walter Paris sendete dazu via die Geschäftsführerin Astrid Pichler seine besten Grüs-se. Das jüngstes Kind, das IPF International College der Unternehmensgruppe war eben-falls durch eine Delegation vertreten, Ulrich Eise präsentierte die Partnerschaft mit dem WOB Bozen. Neben einer Brücke zum internationalen A-Level soll der Ansatz der Er-wachsenenbildungsförderung mit neuen Projekten unterstützt werden. Durch die Ansied-lung in Südtirol sehen sich die Mitarbeiter dort auch in einer „Brückenfunktion“ zwischen Nord und Süd.
Eine Bildungs-Delegation aus dem Kosovo unter der Leitung von Prof. Dr. Ferdije Zhushi-Etemi dankte, 10 Jahre nach Kriegsende, für die Zusammenarbeit mit IPF und Caritas, auf Grund derer heute über 20 Kindergärten und die Ausbildung von Erziehern an der Univer-sität Prishtina ermöglicht werden. Beatrice Rutishauser erzählt von der mit IPF entwickel-ten Notfall- und Friedenspädagogik im Balkan. Das innovative Projekt hat im Sommer die 3-jährige unbedingte Akkreditierung durch den Kosovarischen Akkreditierungsrat bekom-men. Professor Dr. Ulrike Hohmann von der staatlichen britischen Universität Plymouth erzählte vom „lebenslangen Lernen“ und Master Studierenden, die dort parallel Beruf und Studium absolvieren können. Das Projekt hat dieses Jahr den Bildungsinnovationspreis 2010 des Bundesinstituts für Berufliche Bildung in Deutschland gewonnen. Anja Puhl-mann, Direktorin des Moreno Instituts erzählte von einem neuen Master-Projekt im Be-reich der Angewandten Psychologie. Schriftliche Grüsse aus Amerika sendete schliesslich Professor Dott. Dr. Dr. Dr. Roland Benedikter von den zwei weltweit top gerateten califor-nischen Universitäten Stanford San Francisco und UCLA Los Angeles, USA der mit IPF in der Entwicklung eines Pilot-Doktorat-Projektes forscht und publiziert.
Prof. Dr. Dr. Gerald Hüther, Neurobiologe an den Universitäten Göttingen, Heidel-berg und Mannheim
Letzter Gastredner war dann Prof. Dr. Dr. Gerald Hüther, Neurobiologe an den Universitä-ten Göttingen und Mannheim sowie wissenschaftlicher Beirat von Com-Unic und Präsident der Sinn-Stiftung. Bekannt in der breiten Bevölkerung unter anderem durch sein Projekt für AD(H)S betroffene Kinder in den Bergen mit dem Ziel, die Medikamentenabgabe an diese Kinder einzuschränken. Prof. Dr. Hüther forderte das „Ende der Ressourcen-Nutzungs-Gesellschaft“ zugunsten einer Entwicklung dahingehend, dass Menschen sich gegenseitig stärken. Eine Kultur, die es noch nie gegeben habe. Über das Einladen, Ermutigen und Inspirieren von Kindern werde das „selbsterfindende Lernen“ der Kinder gefördert – ein ganz großes Ziel in der Kindererziehung. Der charismatische Redner rief die Anwesenden auf, kleine Inseln zu bauen, wo Menschen sich wieder einladen, ihr Potential fortzuentwi-ckeln. Das Geheimnis des Gelingens dieser Entwicklungen liege, so Prof. Dr. Hüther, zwingend in der Gemeinschaft. Diese Tendenzen würden von beiden Unternehmungen dynamisch unterstützt und so zog er die Schleife: Wir feiern ein 10-jähriges Jubiläum und gleichzeitig einen Aufbruch!
Mit dem Jubeldatum findet zeitgleich eine Fusion der IPF Multiversity mit der Com-Unic Unternehmensgruppe statt, denn beide Unternehmen ergänzen sich in ihrer Zielsetzung ideal.








