(openPR) Finanzielle Förderung ermöglicht kleinen und mittelständischen Unternehmen den Zugang zu Forschung und Entwicklung
Auf Einladung der Liberalen Initiative Mittelstand kam der baden-württembergische Wirtschaftsminister Ernst Pfister ins Ludwigsburger Werkzentrum und zog eine positive Zwischenbilanz des Gesamtprojekts „Innovationsgutscheine“, das in der Modellphase von 2008 bis 2011 läuft. Zur Förderung des wirtschaftlichen Aufschwungs sei ein „wirtschaftspolitischer Dreisprung“ nötig, so Pfister. Neben der Stärkung der Qualifikations- und Investitionskraft ist die Unterstützung der Innovationskraft im Lande von zentraler Bedeutung. Baden-Württemberg ist zwar Innovationsstandort Nummer eins in Deutschland. Trotzdem fehlt kleinen und mittleren Unternehmen häufig der Zugang zu Forschung und Entwicklung.
Seit dem Frühjahr 2008 fördert Baden-Württemberg als erstes Bundesland daher kleine und mittlere Unternehmen mit Innovationsgutscheinen und ermöglicht den Brückenschlag von Forschung zu Produktion. Denn „die Leistungskraft eines Landes liege nicht in der Ernte, sondern in der Aussaat“, resümiert Pfister am Ende seines Vortrags.
Professor Schäfer aus dem Wirtschaftsministerium stellte anschließend Eckpunkte der Förderung vor und präsentierte positive Zwischenergebnisse: von bisher 1.500 Gutscheinanträgen sind 1.100 Anträge bewilligt und finanziell gefördert worden. 60 Prozent der Projekte sind nach einem Jahr auf dem Markt.
Zwei Unternehmer präsentierten ihre Praxiserfahrungen: Kartal Can von der Firma Rofobox nutzte die Förderung zur Entwicklung einer Weltneuheit: eine Serviettenfaltmaschine, die einen vollautomatischen Faltprozess ermöglicht. Hans Müller vom Unternehmen Helix Pflanzen beantragte den Innovationsgutschein, um die Fassadenbegrünung zu erforschen und beispielsweise „Baumwände“ als Lärmschutzwände zu entwickeln. Beide zeigten sich begeistert von der unbürokratischen Unterstützung und dem reibungslosen Ablauf ihrer Förderung.
LIM-Landesvorsitzender Martin Müller moderierte die anschließende Diskussionsrunde und resümierte abschließend, was bei den Praxisvorträgen deutlich zum Ausdruck gekommen war: „ohne Leidenschaft keine Innovation“.
Alle Anwesenden waren sich einig, dass das Modellprojekt Innovationsgutscheine nach erfolgreichem Abschluss langfristig in die Mittelstandsförderung des Landes verankert werden sollten.













