(openPR) Auch dieses Jahr ist eins wieder klar geworden: Die Zukunft Personal gilt nicht umsonst als wichtigste und größte Personalmesse Europas. Sie ist auch 2010 weiter gewachsen und war ein wahrhaft eindrucksvolles Erlebnis mit vielen interessanten Begegnungen und guten Gesprächen.
Vom 12.-14. Oktober strömten nach Angaben der Veranstalter rund 12.000 Fachbesucher, darunter auch internationale Personaler, auf das Kölner Messegelände. 532 Aussteller aus 10 verschiedenen Ländern boten auf einer Ausstellungsfläche von rund 25.000 m² ihre Dienstleistungen in großer Bandbreite an. In drei Hallen war eine enorme Vielfalt von Themenbereichen zu finden, die in folgende Kategorien gegliedert waren: „HR Software & Hardware“, „HR Services & Consulting“ und „Professional Training & Learning“.
HR-Interessierte und -Spezialisten konnten direkt an den Ständen mit den stets hilfsbereiten Dienstleistern in Kontakt treten und im persönlichen Gespräch ihre Informationen einholen. Wer sich im Dschungel der Personalthemen noch nicht ganz zurechtfand, hatte die Möglichkeit, sich bei einem der etwa 200 Vorträge und Podiumsdiskussionen schlau zu machen. Zum Mitmachen und Staunen regten in der Weiterbildungshalle die Aktionsprogramme einzelner Trainer an, die ihre Zuhörer mit reichlich Charme und Humor animierten. Mitreden war dagegen am traditionellen MeetingPoint angesagt: In Kleingruppen von etwa 20 Personen entstanden – geführt von einer erfahrenen Moderatorin – zu aktuellen Themen und eigenen Fragestellungen der Teilnehmer spannende Fachdiskussionen, die den Erfahrungsaustausch zwischen den einzelnen Parteien fördern und neue Sichtweisen schaffen sollten.
DAS Thema war auch dieses Jahr „Social Media“ und seine Möglichkeiten im E-Recruiting und Personalmarketing. Bei den zahlreichen Vorträgen, die zu diesem Thema abgehalten wurden, platzten die Praxisforen aus allen Nähten. Die Präsentation der XING AG zog bspw. ganze 250 interessierte Zuhörer an, und das, obwohl nur 100 Sitzplätze zur Verfügung standen. Das zeigt deutlich, dass sich Personalverantwortliche momentan intensiv mit dem Thema „Social Media“ beschäftigen. Um nichts zu verpassen, will jeder noch schnell auf den nur langsam anfahrenden Zug aufspringen. Denn noch wird das Web 2.0 nur unwesentlich fürs Recruiting eingesetzt. Über kurz oder lang sollte sich aber jedes Unternehmen mit den neuen Medien auseinandersetzen, denn das Social Networking ist schon heute die Aktivität Nummer 1 im Internet. Die Frage ist eben nur, ob sich dieses eher private Nutzungsverhalten so einfach auf die Personalsuche übertragen lässt. Momentan jedenfalls beschränken sich die Möglichkeiten von Facebook, Twitter & Co. weiterhin darauf, Kandidaten zu recherchieren, latent Suchende anzusprechen und sich als Arbeitgeber bei seiner Zielgruppe zu positionieren. Neue Aspekte des Themas: Fehlanzeige.
Überhaupt hatte die Zukunft Personal nur wenig inhaltliche Neuerungen zu bieten. Die meisten Aussteller ließen zukunftsweisende Dienstleistungen und Technologien vermissen. Lediglich einige Online-Jobbörsen trumpften mit kleinen Innovationen auf: neue Apps für iPhone und iPad. So präsentierte meinestadt.de ihre Ausbildungsfinder-App, durch die Jugendliche nun auch unterwegs die Gelegenheit haben, nach Ausbildungsplätzen Ausschau zu halten. Und am Stand von Jobware hatten Interessierte die Möglichkeit, eine neue Facebook-App auszuprobieren, mit der Unternehmen Stellenangebote auf ihrer eigenen Facebook-Fanpage publizieren können. JobScout24 stellte seine App für das Apple iPhone vor. „Social Media“ ist bei Personalern im Trend; klar, dass darauf auch die Jobbörsen reagieren.
Und was ist mit dem Spaß? In der Tat hielt die Zukunft Personal einiges an Unterhaltung bereit und hatte dafür viele dankbare Abnehmer. Für Abwechslung und Zerstreuung sorgten lustige Aktionen wie Gewinnspiele, ein kunstfertiger Eismann, ein Zauberer, ein Photoshop-Porträtmaler oder Minigolf. Auch das leibliche Wohl kam nicht zu kurz: Von den Streifzügen durch die Hallen konnte man sich in einer der gemütlichen Kaffeelounges und Saftbars erholen oder sich auch mal ein Schlückchen Sekt gönnen. An den Ständen verteilte man an die Vorbeigehenden Leckereien wie Gummibärchen, Popcorn, Schokolade oder Kuchen. Mag man es gesünder, konnte man sich frische Apfelstücke in der Tüte mit Pommespicker abholen.
Ein Fazit
Wenn man einen umfassenden Überblick über sämtliche Bereiche des Personalwesens sucht, ist man auf der Zukunft Personal genau richtig. Sie ist aber auch der ideale Ort, um persönliche Kontakte in der HR-Szene zu knüpfen und sich über Fachthemen auszutauschen. Überall waren Menschen angeregt in Gespräche vertieft und verteilten eifrig Visitenkarten. „Netzwerken“ ist hier das Stichwort. Wer nach einer Runde „Speed-Networking“ noch nicht genug hatte, dem war es freigestellt, seine „connections“ in der International Networking Lounge weiter zu vertiefen. Mit der Hoffnung, etwas über die Zukunft und Trends der Personalarbeit zu erfahren, hätte man sich allerdings nicht auf den Weg nach Köln machen sollen. Wenn man diesbezüglich die Erwartungen etwas runterschraubt, darf man sicherlich gespannt sein, was den Besuchern im nächsten Jahr geboten wird. Wir sind auf jeden Fall wieder dabei!











