(openPR) Befürworter auditiver Selbstbestimmung gehen auf die Industrie zu
Die Unterhaltungsindustrie versorgt Musikfreunde mit immer perfekteren Geräten. Sowohl der öffentliche als auch der private Raum werden folgerichtig seit Jahren zunehmend durch Gesang und anregende Rhythmen bereichert. Die allermeisten Menschen begrüßen dies. Aber auch diejenigen, die den Aspekt der Freiwilligkeit gestärkt und ihre Privatsphäre mehr geschützt sehen wollen, erfahren neuerdings Unterstützung. Sowohl durch zivilgesellschaftliche Initiativen als auch durch aufgeschlossene Vertreter der Wirtschaft.
Die Entscheidungsträger in den Führungsetagen der Unterhaltungsindustrie sind sich ihrer Verantwortung gegenüber der kleinen Gruppe von Bürgern bewusst, die aus den unterschiedlichsten Gründen ihre Lebensqualität durch die zunehmende Präsenz von Musikprodukten beeinträchtigt sehen.
Musik wird leider zunehmend auch als Waffe eingesetzt, gegen die sich manche Menschen nicht wehren können und unter der sie leiden. Dies wird von den Herstellern leistungsstarker Abspielgeräte nachweislich nicht gutgeheißen. Dennoch fühlt sich eine Minderheit von Menschen in ihrem Bedürfnis nach auditiver Selbstbestimmung von der Gesellschaft und den Anbietern von Unterhaltungselektronik alleine gelassen.
Zivilgesellschaftliche Initiativen wie 'Dudelstopp' greifen hier helfend ein, indem sie auf Entscheidungsträger der Industrie zugehen, um sie auf vereinzelte Fehlentwicklungen aufmerksam zu machen und gemeinsam mit ihnen nach Lösungen zu suchen. Konkret schlagen die 'Dudelstopper' die Einrichtung eines freiwilligen Hilfsfonds für diejenigen vor, die sich durch die Geräte der Unterhaltungsbranche beeinträchtigt fühlen. Damit könnten Lärmschutzmaßnahmen, therapeutische Hilfe und öffentliche Aufklärungsarbeit finanziert werden. So würde zwischen den subjektiv Leidenden und den berechtigten Interessen der Wirtschaft ein Ausgleich geschaffen.
Die 'Dudelstopp'-Aktivisten bieten an, den Prozess der Einrichtung eines freiwilligen Hilfsfonds beratend zu begleiten, da sie bereits seit einigen Jahren mit der Problematik vertraut und für Belange des Minderheitenschutzes sensibilisiert sind.
Am 26.10.2010 um 20 Uhr stellt Dorothea Graumer im 'Kunsthaus Tacheles' (Goldener Salon, Oranienburgerstr. 54-56a, 10117 Berlin) einen offenen Brief an die Musikindustrie vor, der konstruktive Vorschläge enthält für eine Verständigung zwischen Profiteuren öffentlicher Servicemusik und Befürwortern auditiver Selbstbestimmung.
www.dudelstopp.de













