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„Bachelor Welcome“? Unternehmen lassen „Generation Bologna“ im Stich

15.10.201017:10 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Vor sechs Jahren verkündeten 15 Unternehmen ihre viel beachtete „Bachelor-Welcome“ Erklärung. Eine jetzt vorgelegte Untersuchung zeigt allerdings, dass – jenseits der Euphorie der Protagonisten – die zunehmend auch in den Medien artikulierte Skepsis zur Akzeptanz von Bachelor-Abschlüssen selbst bei diesen 15 Unternehmen äußerst gering ist.



Im „War for Talents“ wurde den Studenten und Absolventen der neuen Bachelor-Studiengänge von Seiten der Wirtschaft und vor allem von den 15 Erstunterzeichnern der Initiative „Bachelor Welcome“ Einiges zugesichert. Aussagen wie „Bachelor-Absolventen erhalten attraktive Einstiegschancen“ vermittelten Zuversicht. Doch wie sieht es sechs Jahre nach diesen Zusagen in der Praxis aus? Haben wenigstens diese 15 Unternehmen Wort gehalten?

Wie die Studie „Chancen für Bachelor: Eine Momentaufnahme“ des Instituts für Managementkompetenz (imk) an der Universität des Saarlandes zeigt, haben sich zumindest diese Unternehmen nicht dezidiert auf die neuen Abschlüsse eingestellt: Von den 743 Angeboten, die sich an Bachelor-Absolventen ohne Berufserfahrung richten, sind 86% Praktika, 9% Trainee-Positionen und nur 5% Direkteinstiege. Bei diesen 39 Direkteinstiegen müssen Bachelor-Absolventen aber mit Master- und mit Diplomabschlüssen konkurrieren. Was es allerdings in großem Umfang gibt, sind Angebote für duale Studiengänge, die sich unmittelbar an Abiturienten richten: Die Unternehmen wollen also praktisch ihre eigenen Bachelors ausbilden und damit unmittelbar an das Unternehmen binden.

„Gerade Unternehmen der Bachelor-Welcome-Initiative haben eine besondere Verantwortung übernommen, der sie jetzt nachweisbar und nachhaltig gerecht werden müssen“, so Univ.-Prof. Dr. Christian Scholz, Direktor des Instituts für Managementkompetenz (imk) an der Universität des Saarlandes, der auch den zunehmenden Einfluss von Unternehmen auf die Hochschulausbildung skeptisch betrachtet und fordert: „Vor allem Universitäten müssen sich viel stärker damit beschäftigen, was Unternehmen mit den Bachelor-Absolventen machen. Hier ist Transparenz durch systematische Evaluation gefragt!“

Weitere Informationen zu dieser Studie finden sich in dem Ende Oktober erscheinenden Heft der Fachzeitschrift PERSONAL (Verlagsgruppe Handelsblatt).

Die Studie:
Christian Scholz / Stephan Buchheit: Chancen für Bachelor – Eine Momentaufnahme. Diskussionsbeitrag Nr. 94 des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Organisation, Personal- und Informationsmanagement an der Universität des Saarlandes, Saarbrücken August 2010.

Download:
http://www.orga.uni-sb.de/files/94.pdf

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