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Odenwald-Institut: Vision und Orientierung zwischen Heppenheim und Tromm

15.10.201015:23 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Odenwald-Institut: Vision und Orientierung zwischen Heppenheim und Tromm
Jürgen Brilmayer: Das Basislager war zentraler Anlaufpunkt für die Jugendlichen in der Visionsnacht. Die ganze Nacht brannte das F
Jürgen Brilmayer: Das Basislager war zentraler Anlaufpunkt für die Jugendlichen in der Visionsnacht. Die ganze Nacht brannte das F

(openPR) Ein Bildungsweg in die Zukunft für junge Erwachsene


Wald-Michelbach — Nach der gerade vorgestellten 16. Shell-Jugendstudie 2010 sehen Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland zwischen zwölf und 25 Jahren optimistisch in die Zukunft. Allerdings hängt der Optimismus stark von der sozialen Herkunft ab. Jugendliche und junge Erwachsene aus benachteiligtem und sozial schwächerem Umfeld schätzen ihre Perspektiven weit weniger positiv ein.



Zum ersten Mal gingen dabei junge Frauen und Männer einen ungewöhnlichen Weg. Sie nahmen an einer Visionssuche und einem Orientierungslauf teil und waren vier Tage zwischen Heppenheim und der Tromm zu Fuß unterwegs. Dabei waren sie in drei Bildungseinrichtungen zu Gast: dem „Haus am Maiberg“ in Heppenheim, dem Verein KuBuS in Kröckelbach und dem Odenwald-Institut der Karl Kübel Stiftung auf der Tromm. Gestartet wurde in Heppenheim, die Abschlussrunde mit Verleihung eines individuellen Zertifikats fand gemeinsam mit den Verantwortlichen auf der Tromm statt. Dazwischen suchten sie ihren Weg. Begleitet wurden die jungen Erwachsenen von Seminarleiter Jürgen Brilmayer vom Institut für KIKG - Körperarbeit zur PrEssenz und Systemische Lösungen in Erbach sowie von Vanessa Gordon und Alexander Mack.

Im Blickfeld standen vor allem die persönlichen Ressourcen. Die Teilnehmenden sollten ihre Stärke auf eine völlig andere Art erfahren, ihre sozialen und emotionalen Kompetenzen erkennen und ausbauen sowie ihr Selbstwertgefühl, ihre Motivation und ihr Durchhaltevermögen stärken. Sie sollten Schwellen überschreiten, durchhalten, sich dabei ganz auf eine Sache einlassen, sie zu Ende bringen, improvisieren, experimentieren, vertrauen, neue Wege suchen, Risiken und Unsicherheiten erkennen sowie Chancen nutzen, eine Vision entwickeln und sich selbst erfahren.

Zufrieden mit dem Geleisteten kamen die jungen Erwachsenen am vierten Tag auf der Tromm an. Unglaublich, interessant, anstrengend oder ruhig und entspannend waren die Begriffe, mit denen sie das Erlebte beschrieben – und alle würden es wieder tun.

In der Visionsnacht suchten sich alle - jeder für sich - einen Schlafplatz, an dem sie sich ein Zelt aus ganz einfachen Mitteln wie Plastikplanen, Schnüren und Stöcken selbst bauten. Abends wurden sie einzeln im Basislager in die Nacht verabschiedet und waren dann für sich alleine. Sichtkontakt bestand keiner. Doch alle kannten den Weg ins Basislager, in dem die Begleiter die ganze Nacht wachten. Dieses wurde zentral und leicht erreichbar aufgeschlagen. Vorher gab es noch Sicherheitsinstruktionen. Jeder machte seine eigene Erfahrung: Eine Teilnehmerin teilte ihr Zeltlager mit einer Katze, die sich eingeschlichen hatte. Der ein oder andere würde sich künftig eine besser geeignete Schlafstelle für sein Zelt suchen. Doch alle waren am nächsten Morgen trocken, obwohl es die Nacht über geregnet hatte. Am nächsten Tag mussten sie sich ihren Weg alleine auf die Tromm suchen. Gemeinsam kamen alle an. Keiner hat aufgegeben. In der Abschlussrunde fragte jemand: „Auf was freut Ihr Euch jetzt am meisten?“ Die Antwort kam postwendend: „Waschen“. Nachfolgenden Gruppen empfehlen sie gute, feste Schuhe und die Packliste einzuhalten.

Nicht nur die Jugendlichen bewegten sich, es kam auch etwas in Bewegung, das ist das Ergebnis in aller Kürze. Von allen Seiten gab es positive Rückmeldungen. Ein Teilnehmer habe realistische Pläne für die Ausbildung geschmiedet, ein anderer erfahren, dass er ja doch einiges kann. Sie werden nach dem Projekt weiter von den Kompetenzagenturen begleitet und beraten, um die gewonnenen Impulse zu verwirklichen.

Der Organisationsaufwand war bei so vielen beteiligten Einrichtungen relativ hoch. Doch die Verantwortlichen waren mit dem Erreichten zufrieden. „Wenn es den Jugendlichen nützt, lohnt es sich, auch ungewöhnliche Wege zu gehen“, sagt der Koordinator beim Kommunalen Jugendbildungswerk Hermann Riebel.
Mit dem Wissen um die unentdeckten Potenziale ihrer Klientinnen und Klienten waren die Kompetenzagenturen im Kreis Bergstraße an das Jugendbildungswerk herangetreten, um Neues zu entwickeln. Gemeinsam wollen Jugendbildungswerk und Kompetenzagenturen junge Erwachsene mit schlechten Chancen für die berufliche Eingliederung fördern.

Gefördert wird das Projekt aus Mitteln des Bundesprogramms Kompetenzagenturen, dem Europäischen Sozialfonds und Hessischen Lotto-Totto-Mitteln.

Ansprechpartner und beteiligte Institutionen:
Fachdienst Jugendberufshilfe und Kommunales Jugendbildungswerk: Hermann Riebel, Jugendamt Kreis Bergstraße, www.kreis-bergstrasse.de, www.jugendbildung-bergstrasse.de

Haus am Maiberg, Heppenheim, www.haus-am-maiberg.de
KuBuS e. V., Fürth-Kröckelbach, www.kubus-kroeckelbach.de
Odenwald-Institut der Karl Kübel Stiftung, www.odenwaldinstitut.de
Kompetenzagentur Bergstraße-Odenwald, www.die-orbishoehe.de
Kompetenzagentur Bergstraße-Ried, www.diakonie-bergstrasse.de
Kompetenzagentur Viernheim, www.foerderband-viernheim.de

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