(openPR) Sechs große Weltreligionen persönlich erfahren
Wald-Michelbach — Wie fühlen sich die unterschiedlichen spirituellen Traditionen an, wie klingen sie, wie riechen sie? Während der Seminarreihe „Gottes schöne Sprachen — Innenansichten der Religionen“ können Interessierte ab dem 20. November im Odenwald-Institut der Karl-Kübel-Stiftung auf der Tromm sechs große religiöse Traditionen — Buddhismus, Christentum, Hinduismus, Islam, Judentum und Schamanismus — tiefer kennen lernen.
„Um Traditionen zu verstehen, reicht Wissen alleine nicht aus, man muss sie mit allen Sinnen wahrnehmen. Wir wollen deshalb Erfahrungsräume eröffnen, in denen Spiritualität erlebt werden kann: Räume des Gebetes, der Meditation, der Musik oder Poesie — Räume, in denen Gottes Sprachen als der Herzschlag der Kulturen hörbar werden“, formuliert der Theologe, Philosoph und Publizist Christoph Quarch, der die Seminarreihe leitet.
In den als Einzelseminare gestalteten Wochenenden möchte die Leiterin des Odenwald-Instituts Dr. Sigrid Goder-Fahlbusch interreligiöse Begegnung ermöglichen. „Wir denken an Menschen, die im multikulturellen Umfeld arbeiten und an jene, die sich mit religiösen Wurzeln auseinandersetzen möchten sowie an Menschen, die einfach neugierig sind und neue Erfahrungen und Erkenntnisse gewinnen wollen“, so Goder-Fahlbusch.
Spirituelle Vertreter der einzelnen Religionen vermitteln neben Wissen in Kurzvorträgen religiöse Praktiken wie Gebete, Meditationen, Rezitationen und Lieder. Die Reihe startet mit der Sprache des Islam „lailaha illa llah — Es gibt keinen Gott außer Gott“ vom 20. bis 22. November 2009 mit Bekir Alboga, Imam und Dialogbeauftragter der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt der Religionen (DITIB). Alboga wirkte während seiner Studienzeit in der Mannheimer Yavuz-Sultan-Selim-Moschee als Bildungsreferent mit, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für deutsch-türkische Integrationsstudien und war 2007 bis 2008 Sprecher des Koordinierungsrats der Muslime in Deutschland. Den musikalischen Teil leitet die in der Schweiz geborene und aus einer jüdisch-muslimischen Familie stammende Alev Naqiba Kowalzik. Die Psychologin, Therapeutin und Musiktherapeutin lehrt Gregorianik, Sufi-Gesang und spielt kulturspezifische Instrumente wie Rebab, Du, Ney, Rahmentrommel und Dombra. Den Geist des Sufi-Mystikers Dschalaladin Rumi lässt der in Teheran geborene Geschichtenerzähler Reza Maschajechi aufleben, der auch eine Auswahl von Rumis Gedichten ins Deutsche übersetzt hat.
Die weiteren Religionen sind Judentum vom 12. bis 14. März 2010, Schamanismus vom 16. bis 18. April 2010, Hinduismus vom 11. bis
13. Juni 2010, Buddhismus vom 22. bis 24. Oktober 2010 und Christentum vom 18. bis 20. März 2011.
Ausführliche Informationen zu der Seminarreihe „Gottes schöne Sprachen“ können beim Odenwald-Institut unter Telefon 06207 605-0 oder im Internet unter www.odenwaldinstitut.de abgerufen werden. Anmeldungen für das erste Wochenende sind bis 4. November 2009 möglich.









