(openPR) Auf den Höhen Rimbachs sei die „politische Windrichtung völlig umgeschlagen“, stellt das dortige Aktionsnetzwerk „pro Klima kontra Windräder Weschnitz Überwald“ fest. Die neue Richtung gehe zu Lasten der Landschaft, die ein Kapital für die Region darstelle.
Laut Rimbacher Flächennutzungsplan 2004 sind „insbesondere die Kuppenlagen (…) aus Gründen des Landschaftsschutzes Tabuzonen für Windkraftanlagen.“ Bei einer Beeinträchtigung des Landschaftsbildes befürchte die Kommune auch Nachteile für den Tourismus als Wirtschaftszweig.
Im Jahr 2010 beabsichtige Rimbach nun genau umgekehrt im Flächennutzungsplan eigene Windkraftvorrangflächen vorzusehen, so auch im Bereich der Tromm. Ohne Not unterstütze sie zudem gebietsexterne Windkraft-Vorrangflächen wie die auf dem Heppenheimer Salzkopf.
Auf diese Weise würden rationale Aspekte, so das Aktionsnetzwerk, von den politischen Mehrheiten ignoriert. Stattdessen rückten Phantome wie eine „100 %-Erneuerbare-Energie-Gemeinde“ in den Vordergrund, sehe sie dann aus, wie sie wolle.
Windkraft-Industrieparks hätten in intakten Natur-, Landschafts- und Erholungsregionen nichts zu suchen. Weschnitztal, Überwald, die Bergstraße rund um Heppenheim und bis auf wenige Ausnahmen der ganze Naturpark, seien frei von Windkraftanlagen. Dies sei „höchst attraktiv und erleichternd“ und müsse so bleiben. "Windkraftfrei - das sei ein positives Markenzeichen der Region. Immerhin wird das von wichtigen Organisationen und Gemeinden der Region ausdrücklich so gewünscht, so vom Kreis Bergstraße und vom Geopark Bergstraße/Odenwald.
Die Rimbacher Widersprüchlichkeiten werfen Fragen auf, für deren Beantwortung in Kürze Gelegenheit bestehe. Am 26. März 19.00 Uhr veranstalte die Gemeinde Rimbach eine Informationsveranstaltung zur Windkraft im Gasthof Krone.
Eine ausführliche Auseinandersetzung mit dem Thema Windkraft in Rimbach und der Region sei ab Anfang April mit einem Positionspapier des Aktionsnetzwerks möglich, das an vielen Auslagestellen und auf der Internetseite zu finden sein wird. Es kann von allen Bürgern, die sich gegen die Landschaftsverunstaltung wenden wollen, schriftlich oder online unterstützt werden. Geplant sei auch eine weltweite Hilfe-Aktion unter Einsatz webbasierte Kommunikationsinstrumente.
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