(openPR) Oppenheim/Rhein (mxp) - Feinstaub, UV und Ozon - alles Themen, die angesichts der bei immer mehr Menschen auftretenden Allergien eine wachsende Beachtung finden und vor allem im Sommerhalbjahr kritische Ausmaße annehmen.
Immer mehr Städte in Deutschland können die neuen EU-Richtwerte zur Belastung mit Feinstaub nicht mehr einhalten. Diese Richtwerte wurden 1999 von der EU ins Leben gerufen, traten aber erst zum Jahresbeginn 2005 in Kraft. Das Problem ist also nicht neu - doch bisher galten die Grenzwerte noch nicht und das Gesetz wurde bei uns in der Öffentlichkeit nicht diskutiert, blieb folgerichtig weithin unbekannt. Nach den nun geltenden Vorschriften darf die Grenze von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft höchstens an 35 Tagen im Jahr überschritten werden.
Bei Feinstaub handelt es sich - der Name verrät es uns bereits - um kleinste Partikel mit einem Durchmesser von weniger als zehn Mikrometer, beispielsweise Ruß aus Dieselfahrzeugen oder Verbrennungsanlagen. Feinstaub steht im Verdacht, Atemwegserkrankung und das Krebsrisiko zu erhöhen. Daher wurden die Eu-Richtlinien erlassen.
Die EU hat einen Richtwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft definiert, der in einer Stadt höchstens an 35 Tagen überschritten werden darf, um die gesamte Einwirkungszeit der Werte über das Jahr hinweg möglichst niedrig zu halten. Bei Grenzwerten für Luftschadstoffe kommt es nicht nur auf den Höchstwert an, sondern hängt neben der Einwirkungsstärke vor allem von der Einwirkungsdauer auf den Menschen (Immissionswert) ab.
UV-Strahlung und Ozon belasten die Gesundheit des Menschen ebenfalls. Je höher der UV-Indexwert, desto höher ist bei einem ungeschützten Sonnenbad das Hautkrebsrisiko. Die Australier können davon bereits ein Lied singen, doch nun wird auch bei uns die vor zu viel UV-Strahlung schützende Ozonschicht in der Stratosphäre in 20-35 km Höhe immer dünner. Das sogenannte Ozonloch bleibt also nicht länger auf das Gebiet der Antarktis und dessen Umgebung auf der Südhalbkugel beschränkt. Nun ist vielmehr auch die Nordhalbkugel mit der Arktis und den südlich daran angrenzenden Gebieten immer stärker betroffen. Die Konsequenz: Kürzere Aufenthalte in der prallen Mittags- und Nachmittagssonne und deutlich erhöhter Sonnencreme-Schutz (höherer Lichtschutzfaktor), um dem steigenden Hautkrebsrisiko zu begegnen.
Für Ozon am Erdboden gilt: Ab einer Belastung von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft sollte man starke körperliche Aktivitäten im Freien meiden - zu viel Ozon in der Luft kann zu Reizungen der Atemwege und allergischen Reaktionen führen. Bei kurzfristigen Belastungen für wenige Stunden sind die Auswirkungen meist gering. Wirklich kritisch wird es auch hier bei tagelang andauernden Grenzwertüberschreitungen. Diese treten im Allgemeinen im Zusammenhang mit längeren Schönwetter- und Hitzeperioden im Sommer auf. Dann sollten sich besonders Kinder, Atemwegserkrankte und alte Menschen unbedingt schonen und sich nicht unnötig diesem aggressiven Reizgas aussetzen.
Autor Udo Baum, Meteorologe von "Der Wetterbote" (http://www.wetterbote.de) wünscht Ihnen eine gesunde Woche.
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