(openPR) Nach Informationen des Statistischen Bundesamtes lag die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2008 bei 29.291. Im Jahr zuvor lag diese Zahl bei 29.160, sie nahm also um 0,45% zu, erreicht aber nicht die „Rekordmarke“ des Jahres 2003 mit 39.320 Unternehmensinsolvenzen. Die häufigsten Ursachen sind laut einer Studie der Euler Hermes Kreditversicherungs-AG in Zusammenarbeit mit der Universität Mannheim fehlendes Controlling (79%), Finanzierungslücken (76%) und ein unzureichendes Debitorenmanagement (64%). Aber auch die autoritäre Unternehmensführung (57%) ist oft mit schuldig an einer Insolvenz.
Eine Unternehmensinsolvenz bedeutet, dass der Schuldnerbetrieb in einer Situation ist, in der er seine Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Gläubiger nicht erfüllen kann. Kennzeichen der Insolvenz sind akute Zahlungsunfähigkeit (auch „Bankrott“ genannt), drohende Zahlungsunfähigkeit (Liquiditätsmangel) oder Überschuldung. Die Anmeldung der Insolvenz erfolgt beim Amtsgericht und kann ein Insolvenzverfahren zur Folge haben. Zweck ist es dabei, entweder die Zahlungsfähigkeit wieder herzustellen oder die Situation geordnet abzuwickeln – bis hin zur Auflösung des Unternehmens. Nach Abschluss des Insolvenzverfahrens verfallen dann in der Regel alle noch unbefriedigten Ansprüche der Gläubiger gegenüber dem Schuldner.
Es lassen sich Gründe herauskristallisieren, die immer wieder ursächlich für Unternehmensinsolvenzen sind. Eine Studie der Euler Hermes Kreditversicherungs-AG in Zusammenarbeit mit der Universität Mannheim aus dem Jahr 2006 belegt: Die häufigsten Ursachen sind danach fehlendes Controlling (79%), Finanzierungslücken (76%) und ein unzureichendes Debitorenmanagement (64%). Aber auch die autoritäre Unternehmens-führung (57%) ist oft mit schuldig an einer Insolvenz. Dies sind die markantesten Ergebnisse aus einer Befragung von mehr als 3.000 Unternehmen und weiterer wissenschaftlicher Forschungsarbeiten.
Die ABOS-CONWORKS Unternehmerverbund AG mit Sitz in Berlin ist auf das Coaching und die Beratung vorwiegend mittelständischer Unternehmen bzw. Kleinunternehmer spezialisiert. Knut Wehrmann, Partner im ABOS-CONWORKS Unternehmerverbund, analysiert: „In vielen mittel-ständischen Unternehmen gibt es immer noch keine Kostenrechnung und das strategischen Controlling hat eine zu geringe Bedeutung!“ Offensichtlich würden strategische Controllinginstrumente wie beispielsweise Kennzahl-Systeme („Balanced Scorecard“) oder eine Lückenanalyse („GAP-Analyse“) zu wenig oder fehlerhaft eingesetzt. Das hat zur Folge, dass Unternehmenskrisen oftmals zu spät entdeckt würden: „Mögliche Fehlentwicklungen können dann kaum mehr korrigiert werden." Dabei muss die Einführung solcher Systeme nicht aufwendig sein und kann von erfahrenen Beratern/Coaches begleitet werden.
Auch tun sich bei Mittelständlern besonders häufig Finanzierungslücken auf, die bedingt sind durch zu wenig Eigenkapital und falsche Finanzierungsstrukturen - die Banken beraten hier häufig nur ungenügend. Eine weitere Bürde: Zu hohe Zinsbelastungen aufgrund oft nur unterdurch-schnittlicher Verhandlungsmöglichkeiten gegenüber den Kreditinstituten zur Frage "Welcher Zinssatz ist aktuell durchsetzbar?". Weitere Finanzdefizite liegen in einer zu geringen Kreditwürdigkeit des Unternehmens gegenüber Bankpartnern. Aber auch ein mangelhaftes Management bei Kundenforderungen führt viele Unternehmen immer wieder in prekäre Liquiditätsprobleme. Und schließlich verfügen auch zu wenig Unternehmen über ausreichende Rückstellungen für unerwartete Ereignisse – so die Erkenntnisse von ABOS-CONWORKS, dem mit über 100 Mitgliedern größten Coach- und Beraternetzwerk in der Bundesrepublik Deutschland.
Als ein eher strukturelles Problem mittelständischer Firmen sieht Unternehmercoach Wehrmann in der „immer noch weitverbreiteten autoritären und rigiden Führungsebene“. Sie bedeute sehr oft Entscheidungsschwäche, ein starres Festhalten an alten Konzepten und lasse Teamwork vermissen: „Es herrscht sehr oft die sogenannte „Ein-Mann-Herrschaft“ in den Betrieben!“
Die gegenwärtige Finanz- und Wirtschaftskrise macht seit Herbst letzten Jahres unserer Wirtschaft zusätzlich schwer zuschaffen – gerade auch den mittelständischen Betrieben. Das bedeutet, dass neben der internen Problematik auch extern schlechtere Rahmenbedingungen gegeben sind.
Doch nicht in jedem Fall ist das wirtschaftliche „Aus“ eines angeschlagenen Unternehmens schon beschlossene Sache, denn der rechtzeitige Einsatz kompetenter Coaches und Berater kann das betroffene Unternehmen oftmals retten: „Der Unternehmer sollte bei seiner Suche nach einem geeigneten Coach sorgfältig vorgehen: Kompetenz, Erfahrung und Einfühlungsvermögen, aber auch persönliche Unabhängigkeit haben Priorität. Denn, um einer Insolvenz vorzubeugen, bedarf es eines durchdachten Zeit- und Maßnahmenplans“, erläutert der ABOS-CONWORKS – Manager. Dabei müssten neben steuerlichen und rechtlichen Aspekten auch organisatorische und finanzielle Belange sowie – bei Einzelfirmen - persönliche Zielsetzungen des Inhabers berücksichtigt werden. „Wichtig sei bei alledem aber die absolute Offenheit im Verhältnis zur Hausbank und zum Steuerberater: „Das ist die Voraussetzung für ein erfolgreiches Coaching mit dem Ziel der Gesundung des Unternehmens!“














