(openPR) In der Galerie Knoetzmann, Frankfurt/Main, werden vom 21. Oktober bis 15. November 2010 von Gabriele von Lutzau (Skulpturen) und Angelina Androvic Gradisnik (Gemälde) ausgestellt
Die Werke zweier aussergewöhnlicher Frauen werden in den kommenden Wochen in der Frankfurter Galerie Knoetzmann in Alt Praunheim 57 ausgestellt.
Mit Gabriele von Lutzau und Angelina Androvic Gradisnik konnten die Galeristen Carsten Ingo Knoetzke und seine Ehefrau Renalisa Bergmann-Knoetzke zwei weitere Künstlerinnen in das Portfolio ihrer Galerie einfügen, die mit ihrer persönlichen Handschrift, ihrem Qualitätsanspruch und ihren Lebenswegen Brücken in der zeitgenössischen Kunstlandschaft zu bauen vermögen.
Im ostasiatischen Kontext gesehen, sind Gabriele von Lutz aus Skulpturen eine persönliche Antwort auf die etwa 300 Jahre alte Tradition der chinesischen „Eisenmalerei“, wobei sich die Skulpturen der 1954 geborenen Gabriele von Lutzau von der Papieroberfläche losgelöst sind, ihren Stand im Raum unverrückbar markieren und ihren individuellen Charakter deutlich transportieren. Die in Bronze und Cortenstahl gegossenen „Lebenszeichen“, „Fliederungen“ und „Wächter“ können als dreidimensionale Umsetzung der filigranen und markanten Linien der Sumi-e-Malerei, der Tuschmalerei, gesehen werden. Das jedoch wäre zu kurz gegriffen, denn die Skulpturen zeichnen sich durch ihre europäische Standhaftigkeit aus und ziehen durch Ausdruckskraft, Materialästhetik und Lebensnähe die Betrachter in ihren Bann.
Die ausgestellten Gemälde der 1937 in Jugoslawien geborenen Angelina Androvic Gradisnik stehen inhaltlich und koloristisch mit Asien und insbesondere Japan in Verbindung. Das Gemälde „An einem schönen Nachmittag“ setzt die Kompositionen und Farbführungen der japanischen Farbholzschnitte, der Ukiyo-e, ins Großformatige um, ihre anderen, ebenfalls großformatigen Gemälde greifen in der Farbwahl und in den ineinander verschlungenen Motiven die Porzellanmalerei der Meiji-Periode auf, besonders die der Imari-Porzellane und erweitern diese mit der unverkennbar individuellen Pinselführung der Künstlerin um eine europäische Variante. Hierin spiegelt sich die tief empfundene Gegenwartsbejahung der Malerin und das Bestreben, das „Menschlich Wahre“ künstlerisch zum Ausdruck zu bringen.
Dr. Martin H. Schmidt
Ausstellung in der:
Galerie Knoetzmann
Alt Praunheim 57
60488 Frankfurt/Main
Telefon: 069 / 767 526 29
Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 14:00 bis 18:00, Sa. 10:00 bis 15:00
Ausstellungsdauer: 21. Oktober bis 15. November 2010
Vernissage: 21. Oktober 2010, 19 Uhr
Einführung: Dr. Martin H. Schmidt, Kunsthistoriker und Kurator












