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Gehirn weist zwei Netzwerke auf

08.10.201016:15 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Gehirn weist zwei Netzwerke auf
Was unser Gedächtnis sich behält, ist davon abhängig, auf welche Aspekte des Geschehens man sich konzentriert.
Was unser Gedächtnis sich behält, ist davon abhängig, auf welche Aspekte des Geschehens man sich konzentriert.

(openPR) (PM) Berlin, 08.10.2010 – Neurowissenschaftler der Universität Magdeburg fanden jetzt im Gehirn zwei Netzwerke, die bei der Lernaufnahme qualitativ unterschiedliche Merkmale einer Information abspeichern.

Im Alltag begegnen uns viele Dinge, die unser Interesse wecken. So kann ein lautstarkes Gespräch von 2 Mitfahrern in der U-Bahn unsere gesamte Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Dabei ist jedoch eine unterschiedliche Aufnahme der verschiedenen Aspekte möglich. Einerseits kann man besonders stark das Aussehen und die Bewegungen beobachten. So erinnert man sich im Nachhinein an Details der Kleidung, weniger an die Themen, die diskutiert wurden. Konzentriert man sich dahingegen mehr auf den Inhalt des Gesprächs, kann man später wohl kaum in der Lage sein, nähere Informationen hinsichtlich der Farbe der Kleidung zu geben.



Die Magdeburger Forscher untersuchten die Hirnaktivität von Probanden. So zeigte sich, dass zum einen das bereits bekannte Netzwerk (Hippocampus, unterer Stirn- und oberer Scheitellappen) späteres bewusstes Erinnern vorhersagte. Zum anderen fand man ein unabhängiges Netzwerk (Hirnregionen des oberen Stirn- und des unteren Scheitellappens), welches eigentlich das Vergessen im bewussten Gedächtnis vorhersagt. Die Hirnforscher nehmen an, dass dieses Netzwerk immer dann genutzt wird, wenn man sich auf oberflächliche Sachen (z.B. Aussehen) konzentriert. Diese Art der Verarbeitung ermöglicht wahrscheinlich den Menschen später, die Personen aus der U-Bahn zu identifizieren, wirkt sich aber negativ auf das bewusste Erinnern bezüglich der Diskussionsinhalte aus.

Somit scheinen beim Lernen verschiedene Netzwerke im Gehirn qualitativ verschiedene Perspektiven von Gedächtnisinhalten zu verarbeiten und abzuspeichern. Die Aktivität im bekannten Netzwerk, welches das spätere bewusste Erinnern vorhersagt, ist wahrscheinlich für die Verarbeitung der Wortbedeutung zuständig. Das heißt, die Person kann sich die Inhalte des Gespräches gut merken. Dahingegen existieren Hirnregionen, laut der Studie der Universitätsklinik für Neurologie, die die visuellen Aspekte einer Information verarbeiten, sich jedoch negativ auf das spätere bewusste Erinnern der Inhalte auswirken können.

Nähere Informationen zum Thema Gedächtnis sowie Tipps vom Gedächtnisweltmeister Dr. Gunther Karsten bezüglich hilfreicher Lernmethoden erhält man auf dem Blog http://www.brain-effect.com/blog/. Je mehr wir über unser Gedächtnis und dessen Leistung wissen, desto nutzbringender können wir es im Alltag auch einsetzen.

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