(openPR) Die Lust auf Wein wird regelmäßig gemindert, wenn mal wieder Meldungen über den Pestizideinsatz im Weinbau oder Rückstände im Wein die Runde machen. Dabei gibt es eine Alternative. In allen relevanten Studien und Untersuchungen schneiden Bioweine hinsichtlich des Schadstoffgehaltes deutlich besser als konventionelle Weine ab.
Der Grund ist einfach: Der Einsatz von synthetischen Pflanzenschutzmitteln ist bei der Biowein-Erzeugung ebenso verboten, wie der Einsatz von leicht löslichen Mineraldüngern. Das bedeutet, dass dem Risiko von unerwünschten Rückständen im Wein schon an der „Wurzel“ begegnet wird. Kein Pestizideinsatz bedeutet keine Pestizidrückstände. So einfach dieser Zusammenhang ist, so anspruchsvoll ist die Umsetzung im Weinberg.
Wie hält der Biowinzer seine Reben gesund?
Biowinzer müssen völlig andere Strategien wählen, um ihre Reben gesund zuhalten. Dort wo der konventionelle Winzer mit dem Spritzmittel ein einfaches Werkzeug hat, muss der Biowinzer vorbeugend arbeiten, wenn er hochwertige Trauben ernten will. Das heißt, er muss einiges grundlegend anders machen, um ohne Pestizide auszukommen. Der österreichische Winzer Hans Diwald drückt es so aus: „Kopf oder Chemie – eines von beidem muss der Mensch einsetzen und es steht ihm frei, wie er sich entscheidet.“
Es wurden viele Verfahren entwickelt, um Krankheiten und Schädlinge im Bioweinbau auch ohne synthetische Pflanzenschutzmittel im Zaum zu halten. Die wichtigste Grundlage dafür ist ein gesunder und belebter Boden und vielfältige Lebensgemeinschaften im Weinberg. Dies erreicht der Biowinzer z.B. durch organische Düngung oder den Anbau von blühenden Untersaaten zwischen den Rebzeilen. Darauf aufbauend setzt er pflanzenstärkende Präparate ein, um die Widerstandskraft der Reben zu steigern. Hierzu gehören z.B. Fenchel- oder Algenextrakte. Auch Backpulver in Wasser aufgelöst hilft, um z.B. den Mehltaubefall zu verhindern.
Wichtig für den Biowinzer ist es, das Wachstum der Reben zu begrenzen. Hierfür setzt er die sogenannte Laubarbeit ein. Dabei werden überzählige Triebe und auch Trauben von Hand entfernt. Das Ergebnis ist eine vom Wind gut durchlüftete Rebzeile, die es Pilzkrankheiten schwerer macht, sich anzusiedeln.
Weniger Ertrag – mehr Genuss
Auch der Ertrag wird durch die Laubarbeit, Die Traubenreduktion und die verhaltene Düngung reduziert. Und hier kommt wieder der Genuss ins Spiel. Weniger Ertrag bedeutet eine erhöhte Konzentration von Geschmacksstoffen in den verbliebenen Trauben. Genau so machen es Spitzenwinzer. Durch reduzierte Erträge wird erstklassiges Traubenmaterial erzeugt. Dieses wird schonend von Hand geerntet und ausgelesen. So entstehen Spitzenweine. Der biologische Anbau ist die beste Basis dafür.
Natürlich entsteht ein Biowein nicht nur im Weinberg, sondern auch im Weinkeller. Hier gilt es, die hohe Traubenqualität so gut wie möglich in den Wein zu überführen. Möglichst schonende und saubere Arbeit im Keller ist dafür die Voraussetzung. Zudem legen die Bio-Anbauverbände wie z.B. Ecovin in Ihren Richtlinien sehr streng fest, welche Hilfs- und Zusatzstoffe im Keller verwendet werden dürfen. Im Keller zeigt sich das Fingerspitzengefühl des Winzers, aus besten Trauben einen hervorragenden Biowein zu erzeugen. Hochwertige Biotrauben sind die Basis für diese Arbeit.
Jetzt hilft nur noch probieren und anhand der eigenen Vorlieben aus der reichhaltigen Bioweinauswahl den passenden Wein zu finden.
Mehr Informationen zur Bioweinerzeugung finden sich im Informationsportal www.biowein-erlesen.de















