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SOS: Indigenes Volk fordert Schutz für unkontaktierte Angehörige

23.09.201013:32 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: SOS: Indigenes Volk fordert Schutz für unkontaktierte Angehörige
Gabide Etacori hat sich an die Öffentlichkeit gewandt, um den Schutz seiner unkontaktierten Familie zu erreichen. ©Survival
Gabide Etacori hat sich an die Öffentlichkeit gewandt, um den Schutz seiner unkontaktierten Familie zu erreichen. ©Survival

(openPR) Anführer der isoliert lebenden Ayoreo-Totobiegosode im Westen Paraguays haben sich mit einem verzweifelten Appell an die Öffentlichkeit gewandt, um ihre noch unkontaktierten Familienmitglieder zu schützen. Diese leben zurückgezogen in Wäldern, in die jedoch zunehmend Viehzüchter vordringen.



„Wir bitten Sie darum, uns dabei zu helfen, den Schutz des Landes sicherzustellen und dafür zu sorgen, dass keine Bulldozer eindringen und keine Lizenzen für die Zerstörung unseres Waldes erteilt werden,“ sagten Mitglieder des Volkes.

In den vergangenen Jahrzehnten sind bereits einige Angehörige der Indigenen aus ihrer Heimat in den Wäldern vertrieben worden. Die Waldfläche in diesem Teil Paraguays schrumpft von Tag zu Tag.

Die unkontaktierten Mitglieder der Ayoreo-Totobiegosode meiden jeglichen Kontakt mit der Außenwelt und sind permanent auf der Flucht vor Bulldozern die in ihr letztes Zufluchtsgebiet eindringen. In den letzten Jahren wurden mehrere ihrer verlassenen Häuser aufgefunden.

Das große brasilianische Viehzuchtunternehmen Yaguarete Pora hat Teile des Landes aufgekauft auf dem die Indigenen leben. Nachdem bereits mehr als 3.000 Hektar zerstört waren, hatten Paraguays Behörden die Bulldozer im Mai gestoppt. Der Vorwurf an das Unternehmen lautete, es habe nicht mitgeteilt, dass in dem abgeholzten Gebiet unkontaktierte, gefährdete Indigene leben.

Angesichts des zunehmenden Drucks den die Farmer ausüben um wieder in das umstrittene Gebiet zurückkehren zu dürfen, haben zwei Anführer der Ayoreo nun einen dringenden Aufruf an die Öffentlichkeit gerichtet. Gabide Etacori und Porai Picanerai erklärten: „Wir sind sehr besorgt, da Yaguarete Pora weder mit uns noch mit Paraguays Regierung darüber verhandeln will, uns das Land zu geben, das für unser Volk der wichtigste Ort ist.“

Angehörge der Ayoreo versuchen bereits seit 1993 Besitzrechte für ihr angestammtes Land zu erhalten.

Survival International fordert in einem Schreiben an Paraguays staatliches Indigenen-Institut INDI, dass es unverzüglich handele, um weitere Zerstörungen zu verhindern. Außerdem hat Survival eine internationale Anzeigenkampagne gestartet, um mit Nachdruck auf die Besorgnis erregende Situation der Ayoreo aufmerksam zu machen, die eines der letzten unkontaktierten Völker in Südamerika sind.

Survival Direktor Stephen Corry warnte heute: „Yaguarete hat beharrlich die Aufforderungen der Ayoreo ignoriert, sich von ihrem angestammten Land fern zu halten. Es ist höchste Zeit, dass Paraguays Regierung endlich ihrer Pflicht nachkommt, ihre gefährdetsten Bürger zu schützen, die sich nichts dringlicher wünschen, als in Ruhe gelassen zu werden. Die Ayoreo haben bereits 17 Jahre auf Land gewartet, das ihnen rechtmäßig gehört – wenn es so weitergeht, könnte bald kein Land mehr da sein, das es zu verteidigen gilt.“



Lesen Sie diese Meldung online: http://www.survivalinternational.de/nachrichten/6511

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