(openPR) Berlin- Dass die Ernährung im Zusammenhang mit der Gesundheit der Zähne steht ist - nicht nur anhand des Beispiels Zucker – wohl ein jedem bekannt. Fallstudien zufolge ist eine Personengruppe, die sich einer gesunden und nachhaltigen Ernährung verschrieben hat, eine höhere Risikolage in Bezug auf Zahngesundheit zu Attestieren. Mehrere renommierte medizinische Fachzeitschriften berichteten über deutlich erhöhte Anzahl von Zahnschäden bei Vegetariern.
Bei der Gegenüberstellung der Probanden wurden in puncto Hygiene, Karies, Parodontitis und Speichelproduktion bzw. –zusammensetzung keine signifikanten Unterschiede festgestellt. Dennoch wurde bei den sich vegetarisch ernährenden Untersuchungsteilnehmern eine erheblich höhere Zahl an Zahnhartsubstanzdefekten festgestellt, die nicht durch kariöse Läsionen hervorgerufen wurden.
Nach Einschätzung der Mediziner hängt dies jedoch nicht mit dem Verzicht auf Fleisch zusammen, sondern vielmehr mit dem Säuregehalt der alternativen Nahrungsmittel. So konsumieren Vegetarier sehr viel häufiger als die „Fleischfresser“ mit Essig angemachte Salate und auch Obst- und Fruchtsäfte. Die in diesen Nahrungsmitteln enthaltenen Säuren greifen den Zahnschmelz (die Zahnhartsubstanz) stark an.
Besonders in Kombination mit einer direkt nach dem Verzehr dieser Lebensmittel durchgeführten Zahnreinigung kann es zu schwerwiegenden Schädigungen des Zahnschmelzes kommen. Die durch die Säuren bereits angegriffene Schutzschicht wird durch das Putzen mit einer Zahnbürste regelrecht “abgeschrubbt“. Die Folge: Erosion und in der Folge die mögliche Entstehung so genannter keilförmiger Defekte.
„Wir sind grundsätzlich an einem Wendepunkt in der Geschichte der Zahnmedizin und der Zahnhygiene“, so Babak Sabahi, Zahnarzt des Zahnzentrums Mitte in Berlin.
„Erstmals seit einer unglaublichen Zeitspanne sind die Zahlen der Karieserkrankungen rückläufig. Dies ist, in der Geschichte der Zahnmedizin, eine einmalige Wendung“, so Sabahi weiter.
„Unglücklicherweise begleitet den Rückgang der gemeinen Zahnfäule ein Anstieg des Krankheitsbildes der Zahnerosion. Die Zahnerosion wird vor allem durch die in den Lebensmitten enthaltenen Säuren, aber auch durch Magensäure ausgelöst. Fluorid ist hier einer der offiziellen Lösungsansätze und somit auch eine Möglichkeit für die Menschen, die sich vegetarisch ernähren, ihre Zahngesundheit zu unterstützen“, so der Zahnmediziner abschließend.











