(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Im Tagesverlauf haben die Rohölpreise leicht nachgegeben, das Barrel US-Leichtöl (WTI) schwankte dabei zwischen 73 und 74 Dollar. Nordseeöl (Brent) lag knapp zwei Dollar darüber. Die (geringen) Preisverluste führen Analysten auf Gewinnmitnahmen zurück, nachdem die Preise gestern infolge vereinzelter positiver Konjunkturdaten und stärkerer Aktienmärkte spürbar nach oben gegangen waren.
Der gestrige Anstieg – immerhin rund 1,60 Dollar – zeigt, dass der Einfluss der Aktienmärkte und der Anleger auf den Ölpreis weiterhin gegenüber den Fundamentaldaten dominiert. Die US-Energiebehörde DOE hatte mit der Veröffentlichung ihrer Zahlen die Tendenz der Daten des American Petroleum Institutes (API) bestätigt: Die Rohölvorräte nehmen immer weiter zu, mittlerweile könnten die USA durch sie fast 62 Verbrauchstage abdecken. Zwar kam auch es zu einem Rückgang der Rohölimporte, dieser wurde aber durch eine geringere Raffinerieauslastung mehr als ausgeglichen, so Experten der Commerzbank. Ursache der historisch hohen US-Vorräte ist die schwache Konjunktur, die den Verbrauch lähmt.
Zwar sanken die Ölpreise infolgedessen während der letzten Woche zwischenzeitlich auf etwa 71 US-Dollar, jedoch ließen erneute Aufschläge nicht lange auf sich warten. Analysten führen das auf die wieder stärkeren Aktivitäten der Finanzanleger zurück.
Auf dem hiesigen Heizölmarkt kam es heute indes zu nur geringfügigen Korrekturen. Der Preis für die 100-Liter-Partie Heizöl (EL) stieg um 28 Cent auf 67,09 Euro; dieser Wert gilt im Bundesdurchschnitt für eine Gesamtliefermenge von 3.000 Litern. Ölnotierungen und der Euro-Dollar-Kurs haben sich weitgehend ausgeglichen. So ist auch in den kommenden Tagen mit keinen großen Preissprüngen beim Heizöl zu rechnen. Händler empfehlen entsprechend, die Tanks bald aufzufüllen, bevor bei kälterer Witterung ein Nachfragestau entsteht.
Die Entwicklung der einheimischen Heizöl-Endverbraucherpreise im Bundesdurchschnitt und in den einzelnen Bundesländern zeigen die Grafiken auf dem Energieportal www.brennstoffspiegel.de in der Rubrik Marktdaten. Regionale Abweichungen sind marktbedingt jederzeit möglich.
Frank Urbansky
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