(naps). Gerade erschienen ist der "Lichtblick" 2005 als Print- und PDF-Ausgabe. Die 80 Seiten beinhalten aktuelle Nachrichten, Berichte und Kommentare aus Psychiatrie und Selbsthilfe. Das Heft vermittelt: Wer etwas ändern will, muss sich erheben und nach außen wirken. Die Botschaft ist eindeutig: "2005 wird die Psychiatrie-Enquete 30 !!! Jahre alt. Der hohe Stellenwert der Erkrankungen und die an vielen Stellen kontraproduktiven Strukturen lassen erwägen, ob wir nicht erneut einen Bericht zur psychiatrischen, psychotherapeutischen und psychosomatischen Versorgung der Bevölkerung' benötigen!" Das Zitat stammt aus dem Plenarvortrag von Professor Mathias Berger (DGPPN-Kongress 2004). Die "Lichtblicker" haben es abgedruckt! In Anlehnung der Herbstereignisse 1989 fordern sie sogar eine "Kraft der Straße".
Bekommt der psychisch Kranke wirklich das, was er bekommen muss, durchzieht das Heft wie ein roter Faden. Dabei nimmt Wolfgang Maier kein Blatt vor den Mund, wenn es um die Unter- und Fehlversorgung psychisch Kranker in Deutschland geht. Auf die Frage: "Verhinderung seelischer Erkrankungen in frühen Jahren: nur eine Utopie?" geht Ulrich Voderholzer ein. Wege aus der Isolation zeigt der Artikel "Der psychisch Kranke als Fremder und Ausgegrenzter - Belastung Betroffener durch Stigmatisierung" von Wolfgang Gaebel auf. Eine Angehörige berichtet in "Zwischen Hoffnung und Verzweiflung" über ihre Erfahrungen mit ihrem psychisch kranken Sohn. Bei diesem Beitrag handelt es sich um eine Vorabveröffentlichung anlässlich der Informationsbörse Schizophrenie in Rostock. Kritisches merkt Redakteur Roland Hartig zur "Patientenverfügung" an. Das Spektrum der Beiträge von Angehörigen, Betroffenen und Profis ist groß und spannend zu lesen. Die Zeitschrift "Lichtblick" ist neben der Printversion auch als PDF zum Download verfügbar.
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