(openPR) Sympathisch, organisiert und kreativ - Kerstin Schulz erzählt uns heute ein wenig aus ihrem Leben als Art Buyerin. Seit 15 Jahren vertrauen Kunden ihrer treffsicheren Spürnase auf der Suche nach geeigneten Kreativen, Modellen und Locations.
Stell dich bitte kurz vor und erzähle uns etwas über deinen Werdegang.
Kerstin Schulz, geboren in Hamburg, einen Sohn, verheiratet. Gelernte Werbekauffrau und Kommunikationswirtin, seit 15 Jahren arbeite ich
als feste und freie Art Buyerin und Produktionerin für Agenturen, Fotografen, Verlage und Direktkunden.
Hast du Tipps für die Mappensichtung von Kreativen?
Man kann das Rad nicht ständig neu erfinden. Unbedingt wichtig ist deshalb die unverwechselbare eigene Handschrift, die Arbeiten sollten inspiriert sein, die Persönlichkeit des Kreativen zeigen und in der Fotografie niemals bis zum Geht-Nicht-Mehr nachbearbeitet sein. Für mich ist es immer wichtig, eine Spannung zu fühlen, die Lust macht, die Mappe mit Spaß bis zum Ende anzusehen.
Erzähle uns etwas über eine besonders aufregende/lustige etc. Produktion.
Alle Produktionen sind auf ihre Art spannend, da sich immer alles neu findet und die Anforderungen immer anders sind. Vor kurzem habe ich für einen Direktkunden eine Fashionshow produziert, das war toll, weil das nicht tagtäglich vorkommt. Das war organisatorisch eine kleine Meisterleistung (lächelt). Runway-crew, Modelle, Proben, unzählige Menschen und viel Budgetverantwortung. Am Ende waren alle glücklich, aber völlig erledigt. Und lustig war es auch (lacht).
Welche Suchbegriffe sind dir bei der Model-Suche besonders wichtig?
Wichtig ist grundsätzlich, ob ein Profimodel (Modelagentur) oder ein Semi bzw. Laie (Castingagentur) gebraucht wird. Dann natürlich Suche nach “on stay”, denn häufig möchten die Kunden Modelle ohne Reisekosten buchen.
Was darf auf deinem Schreibtisch (neben Computer/Telefon) niemals fehlen?
Mein „Art Buyer’s Calendar“, in den ich immer gern schnell handschriftlich Termine, Ideen
oder Gesprächsnotizen eintrage. Und natürlich mein geliebter Milchkaffee.
Welcher Teil deiner Arbeit gefällt dir besonders gut, auf welche Arbeit könntest du gern verzichten?
Da muss ich gar nicht so lange überlegen. Es fühlt sich besonders gut an, einer Idee ein Gesicht zu geben. Wenn aus Moods und Scribbles durch meine Kreativempfehlung, Casting und Organisation ein tolles Endergebnis entsteht. Verzichten könnte ich darauf, meine große Datenbank ständig upzudaten, Arbeitsproben einzupflegen, etc. Das kostet immer viel Zeit, vielleicht finde ich ja auf diesem Weg Hilfe? Nein, das ist mein wichtigstes Tool, also wird’s fein gemacht (lacht).
Welche Casting-Anfrage stellst du am häufigsten?
Unterschiedlich. Ich würde aber sagen, weiblich, Katalog, nicht zu speziell. Je nach Produktionsort oft “on stay”. Und mit Kiddies habe ich auch häufiger zu tun.
Was unterscheidet dich von der Konkurrenz?
Ich habe einfach viele Jahre Erfahrung in diesem Job, weiß wie es geht und bin der perfekte troubleshooter. Und dabei auch noch nett (lacht).













