(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Die Rohölpreise erholten sich von ihrem gestrigen 6-Wochen-Tief und pendelten heute nach einigen Aufwärtsbewegungen um den gestrigen Tagesschluss. Der deutsche Heizölpreis orientierte sich an den Steigerungen und reagierte heute mit deutlichen Aufschlägen. Verbraucher mussten heute 80 Cent mehr für 100 Liter zahlen als gestern.
Auch wenn die Bestandszahlen des Department of Energy gestern einen Abbau der Rohölreserven in den USA feststellten, drückte diese Nachricht den Rohölpreis für US-Leichtöl (WTI) auf ein neues 6-Wochen-Tief deutlich unter 74 Dollar. In der Zusammenschau aller Produkte von Benzin über Mitteldestillaten bis hin zu Flugbenzin und Schweröl ergibt isch jedoch ein Rekordaufbau der Vorräte von 1,13 Milliarden Barrel – der höchste Wert seit Beginn der wöchentlichen Statistik im Jahr 1990. „Dies zeigt, dass derzeit am Ölmarkt ein deutliches Überangebot besteht. Der Ölpreis sollte daher in den kommenden Wochen unter Druck geraten“, so Analyst Eugen Weinberg von Commerzbank Commodity Research.
Da andere relevante Daten zum Ölmarkt fehlen, orientieren Anleger sich weiter an den Entwicklungen an den internationalen Börsen. In Europa machten die Kurse heute deutliche Sprünge nach oben. Diesen folgten auch die Ölpreise, auch wenn sie die dabei gemachten Gewinne von rund 70 Cent zum Nachmittag wieder abgaben. Diese Entwicklung wurde durch die schwachen US-Arbeitsmarktdaten unterstützt. 500.000 Erstanträge auf Arbeitslosengeld registrierten die Behörden. Erwartet wurden 24.000 weniger. Zudem sind mit 4,478 Millionen Amerikanern 26.000 mehr arbeitslos gemeldet als in der Vorwoche.
Heizölverbraucher in Deutschland mussten wie schon gestern mit Aufschlägen leben, die heute jedoch deutlich stärker ausfielen. Die 100-Liter-Partie Heizöl EL stieg– bei einer Liefermenge ab 3.000 Litern – um 80 Cent auf 66,98 Euro. Diese Entwicklung konnte auch ein etwas stärkerer Euro nicht bremsen. Zum Vergleich: Vor einem Jahr kostete die gleiche Menge 57,54 Euro, am 19. August 2008 waren es sogar 85,44 Euro. Das berichtet das Onlineportal des Fachmagazins BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau unter www.brennstoffspiegel.de.
Die Entwicklung der einheimischen Heizöl-Endverbraucherpreise im Bundesdurchschnitt und in den einzelnen Bundesländern zeigen die Grafiken auf dem Energieportal www.brennstoffspiegel.de in der Rubrik Marktdaten. Regionale Abweichungen sind marktbedingt jederzeit möglich.
















