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LAOH-Protest gegen Sparpläne beim ambulanten Operieren

19.08.201011:59 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Von günstig zu teuer - es droht ein neuer Fehlgriff im Gesundheitswesen

Die niedergelassenen Operateure und Anästhesisten in Hessen wehren sich energisch dagegen, dass die Bundesregierung die Vergütung für ambulantes Operieren budgetieren und damit kürzen will. „Ambulante Operationen sind kostengünstiger und ein wesentlicher Beitrag zur intelligenten Kostendämpfung im Gesundheitswesen. Wer dies ändert, handelt gegen die Interessen der Patienten und Steuerzahler und wirft deren Geld mit vollen Händen zum Fenster hinaus“, sagte Dr. Thomas Wiederspahn-Wilz, Erster Vorsitzender des LAOH heute in Frankfurt.

Die Pläne der Bundesregierung zur Einschränkung des ambulanten Operierens würden eine der innovativsten medizinischen Entwicklungen torpedieren. Moderne Operationsmethoden trügen dazu bei, dass immer mehr Operationen ambulant möglich seien, dies senke die Infektionsrate und mache die Patienten schneller fit für die Rückkehr an den Arbeitsplatz, wodurch ebenfalls erhebliche Kosten gespart würden. Eine aktuelle Studie des renommierten Gesundheitsexperten Professor Dr. Peter Oberender, Universität Bayreuth, hat errechnet, dass in Deutschland durch weitere ambulante Operationen jährlich eine halbe Milliarde Euro mehr gespart werden könnte. In Hessen würden bereits jährlich mehrere Hunderttausend Patienten ambulant operiert. Dies sei jetzt gefährdet.

Die Sparbeschlüsse der Bundesregierung hätten zur Folge, dass sich weniger Patienten ambulant operieren ließen und stattdessen wieder ins Krankenhaus gingen. Dies widerspreche nicht nur dem Grundsatz „ambulant vor stationär“, es führe auch zu steigenden Kosten im Gesundheitswesen, also zum Gegenteil dessen, was die Bundesregierung eigentlich erreichen wolle, sagte Wiederspahn-Wilz. Der LAOH forderte Anreize für das ambulante Operieren zu geben, anstatt zu budgetieren. Deutschland sei weltweit eines der Schlusslichter beim ambulanten Operieren.

Der LAOH befürchtet, dass die Bundesregierung sich bei ihren Plänen, das ambulante Operieren zu budgetieren, in Wirklichkeit nicht von Sparbestrebungen leiten lässt, sondern einen vermeintlich leichten Weg sucht, Operationen wieder verstärkt in die Krankenhäuser zu lenken, um der chronischen Unterfinanzierung vieler Kliniken entgegenzusteuern. Dass die Krankenhäuser offenbar selbst darauf spekulieren, sich ein größeres Stück vom Kuchen der bisher ambulanten Operationen einzuverleiben, sieht der LAOH durch ein aktuelles Positionspapier der Deutschen Krankenhausgesellschaft bestätigt, in der die DKG einen stärkeren Einfluss auf die ambulante Versorgung fordert.

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