(openPR) Gentechnisch veränderte Mikroorganismen produzieren Lebensmittel-Zusatzstoffe, Verarbeitungshilfsstoffe oder Nahrungsergänzungsmittel. Viele Enzyme, die in der Nahrungs- und Futtermittelproduktion verwendet werden, werden so hergestellt. Die Produktionsstämme werden bei der Aufreinigung des jeweiligen Produkts inaktiviert und entfernt. DNA-Spuren der gentechnisch veränderten Hefen, Pilze und Bakterien sollten nicht mehr nachweisbar sein. Beispiele für so gewonnene kommerziell eingesetzte Enzyme sind: alpha-Amylase zum Brotbacken, Glucose-Isomerase zur Fructoseproduktion und Chymosin für die Käseherstellung.
In einigen Ländern dürfen gentechnisch veränderte Mikroorganismen auch für die Produktion von Mikronährstoffen wie Vitaminen und Aminosäuren für Lebensmittel oder für Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt werden. Beispielsweise werden Carotinoide (als Zusatzstoffe, Farbstoffe oder Nahrungsergänzungsmittel) mithilfe genetisch modifizierter bakterieller Systeme produziert. Die meisten hierzu eingesetzten Mikroorganismen sind Abkömmlinge konventionell eingesetzter Produktionsstämme, deren Potenzial gentechnisch optimiert wurde. Auch umfangreiche Stoffwechselprozesse können in Wirtsorganismen kloniert werden. Die Fähigkeit zur Bildung bestimmter erwünschter Endprodukte kann so in Organismen transferiert werden, die beispielsweise besser in einer Fermenterumgebung zurecht kommen oder die geringere Ansprüche an ihr Medium haben.
Mittels Protein-Engineering werden Enzyme verändert, z. B. zur Verbesserung der Temperatur- oder pH-Stabilität. Bereits heute können so konventionelle chemische Reaktionen auf biologischem Weg erreicht werden, was häufig den Energieverbrauch senken kann und zu weniger chemischen Abfällen führt.
Was sonst noch machbar ist und welche gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden müssen, diskutieren Experten am 5.10.2010 auf dem Fachsymposium „Biotechnological Innovation in Food: Fortschritt in der Lebensmittelproduktion“ im Rahmen der Biotechnica 2010 in Hannover. Die von der MicroMol GmbH, Karlsruhe ausgerichtete Veranstaltung bietet nicht nur interessierten Unternehmen einen Einstieg in die Nutzungsmöglichkeiten der Biotechnologie, sondern auch den Biotechunternehmen einen Ausblick in neue, innovative Marktsegmente. Programm und Anmeldung finden sich auf den Biotechnica-Webseiten.











