openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Durchbruch bei Tierversuchsalternativen

04.08.201017:00 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Tierrechtler fordern Anwendung im EU-Chemikalienprogramm REACH

Eine von der Europäischen Kommission geförderte EU-Forschergruppe veröffentlicht in der aktuellen Ausgabe des Journals „Reproductive Toxicology“ eine Studie, in der sie die schädigenden Wirkungen von Chemikalien auf die Fortpflanzung zuverlässig mit tierversuchsfreien Methoden ermittelte. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte sieht darin einen Durchbruch im Bereich der tierversuchsfreien Forschung.

Im Rahmen des EU-Projektes ReProTect testeten die Wissenschaftler in einer Blindstudie acht Chemikalien, deren giftige Wirkungen auf die Fortpflanzung bereits aus Tierexperimenten bekannt sind. Da es sich bei der Reproduktionsbiologie um einen äußerst komplexen Bereich handelt, entwickelten die Forscher einen völlig neuartigen Ansatz. Statt sich auf einen einzigen Test zu stützen, wurde auf eine Kombination von 14 verschiedenen Testsystemen zurückgegriffen. Erst mit dieser Methodik war es möglich, die schädigenden Wirkungen der Chemikalien korrekt vorherzusagen. Ebenso konnten zwei harmlose Kontrollsubstanzen eindeutig mit dieser tierversuchsfreien Testbatterie identifiziert werden.

Der Bundesverband Menschen für Tierrechte fordert, dass die neu entwickelten Alternativen umgehend im EU-Chemikalientestprogramm REACH zum Einsatz kommen. Die Tierversuche zu REACH sind in diesem Jahr in Europa angelaufen. Wissenschaftlichen Berechnungen zu Folge sollen in den Tests bis zu 54 Millionen Tiere sterben. „ Allein die Reproduktionstoxikologie verschlingt bis zu 90 Prozent der Tiere. Pro Substanz werden etwa 3.000 Ratten getötet. Diese Testbatterie kann deshalb eine gigantische Zahl von Tieren vor dem Versuch retten, wenn sie sofort angewendet wird. Jetzt ist die Politik gefordert, dieses in vitro-Prüfsystem für die reproduktionstoxikologische Bewertung insbesondere von Chemikalien umgehend zu akzeptieren“, so Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Verbandes.

Zu ReProTect: Bei ReProTect handelt es sich um ein EU-Projekt des sechsten Forschungsrahmenprogramms, bei welchem 35 Partner aus Forschung, Industrie und Regierungsinstitutionen über einen Zeitraum von fünf Jahren an der Entwicklung von Alternativen zum Tierversuch im Bereich der Reproduktionstoxikologie arbeiten.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 454073
 122

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Durchbruch bei Tierversuchsalternativen“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Bundesverband Menschen für Tierrechte

Landtagswahl in Thüringen: Die Parteien im Tierschutz-Check
Landtagswahl in Thüringen: Die Parteien im Tierschutz-Check
Pressemitteilung Menschen für Tierrechte – Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V. Datum: 02.09.2014 Landtagswahl in Thüringen: Die Parteien im Tierschutz-Check Zur Landtagswahl in Thüringen am 14. September 2014 hat der Bundesverband Menschen für Tierrechte die Parteien nach ihren Tierschutzzielen befragt. Dabei stehen drängende Tierschutzthemen im Vordergrund wie die Einführung der Tierschutz-Verbandsklage, die Förderung tierversuchsfreier Verfahren, ein Systemwechsel in der landwirtschaftlichen Tierhaltung sowie neue Regelungen für Ka…
Landtagswahl in Sachsen - Parteien zum Tierschutz
Landtagswahl in Sachsen - Parteien zum Tierschutz
Gemeinsame Pressemitteilung Menschen für Tierrechte - Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V. und Tierschutzverein Dresden e.V. – Menschen für Tierrechte 12.08.2014 Landtagswahl in Sachsen - Parteien zum Tierschutz Zur Landtagswahl am 31. August 2014 hat der Bundesverband Menschen für Tierrechte gemeinsam mit seinem Mitgliedsverein Tierschutzverein Dresden die Parteien nach ihren Tierschutzzielen befragt. Dabei stehen drängende Tierschutzthemen im Vordergrund wie die Einführung der Tierschutz-Verbandsklage, die Förderung tierversuchsfrei…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: ZahndurchbruchstörungenBild: Zahndurchbruchstörungen
Zahndurchbruchstörungen
Zahndurchbruchstörungen, auch als Dentitionsstörungen bekannt, sind Probleme, die auftreten, wenn die Zähne nicht wie erwartet durch das Zahnfleisch brechen. Diese Störungen können sowohl Milchzähne als auch bleibende Zähne betreffen und führen oft zu erheblichen zahnmedizinischen und ästhetischen Problemen. Die Behandlung von Zahndurchbruchstörungen …
Aspirin ist im Tierversuch hochgiftig -Wissenschaftler belegen auf Kongress erneut Schwächen von Tierversuchen
Aspirin ist im Tierversuch hochgiftig -Wissenschaftler belegen auf Kongress erneut Schwächen von Tierversuchen
… belegen auf Linzer Kongress erneut Schwächen von Tierversuchen Vom 2. - 4. September fand in Linz/ Österreich der 16. Kongress zu Tierversuchsalternativen statt. Internationale Vertreter aus Industrie, Forschung und Tierschutzorganisationen berieten gemeinsam über die Weiterentwicklung dieses Forschungszweigs. Besonderes Augenmerk galt dabei dem transatlantischen …
Zur Entscheidung am 1. Februar: Bundesrat soll Tierschutzgesetz stoppen
Zur Entscheidung am 1. Februar: Bundesrat soll Tierschutzgesetz stoppen
… einer Genehmigungspflicht zu unterziehen. Darüber hinaus seien alle rückblickenden Bewertungen von Experimenten zu veröffentlichen sowie eine Rechtsvorschrift zur Förderung von Tierversuchsalternativen zu schaffen. Außerdem will er, dass Menschenaffen nicht zur Erforschung von Humanerkrankungen benutzt werden dürfen. Die Bundesregierung hat Art und Umfang …
Bild: Neueste Internettechnologie zur Vermeidung von TierversuchenBild: Neueste Internettechnologie zur Vermeidung von Tierversuchen
Neueste Internettechnologie zur Vermeidung von Tierversuchen
… einer echerche unklar, ob wirklich alle gewünschten Informationen gefunden wurden. An dieser Stelle setzt die Suchmaschine Go3R an. „Mit Go3R werden Suchergebnisse zu Tierversuchsalternativen transparent, und sie sind unmittelbar verfügbar. Zeitersparnisse von 90% und mehr sind schon mit dem ersten Prototyp der Suchmaschine möglich“, erläutert Dr. Michael …
Bundesrat soll Aigners Tierschutzgesetz aufhalten
Bundesrat soll Aigners Tierschutzgesetz aufhalten
… einer Genehmigungspflicht zu unterziehen. Darüber hinaus seien alle rückblickenden Bewertungen von Experimenten zu veröffentlichen sowie eine Rechtsvorschrift zur Förderung von Tierversuchsalternativen zu schaffen. Außerdem will er, dass Menschenaffen nicht zur Erforschung von Humanerkrankungen benutzt werden dürfen. Die Bundesregierung hat Art und Umfang …
„Ochs und Esel“ im Tierversuch: Pferde und Rinder sind die Tiere des Monats Dezember
„Ochs und Esel“ im Tierversuch: Pferde und Rinder sind die Tiere des Monats Dezember
… monatliche Reihe durch das Jahr 2010 hat das Ziel, Tierarten, die in Tierversuchen leiden und sterben, mehr in das öffentliche Interesse zu rücken und Tierversuchsalternativen voranzubringen. In der aktuellen Ausgabe wird u.a. die Verwendung von Pferden und Rindern als Versuchstiere beschrieben und Ersatzverfahren vorgestellt. Vielen Menschen ist nicht …
Technologischer Durchbruch bei BRAIN: neue Erkenntnisse zum Verständnis menschlicher Geschmackszellen und der Geschmacksmodulation
Technologischer Durchbruch bei BRAIN: neue Erkenntnisse zum Verständnis menschlicher Geschmackszellen und der Geschmacksmodulation
(ddp direct) Zwingenberg, 26. April, 2012: Das Biotechnologieunternehmen BRAIN AG gibt einen Durchbruch in der Assay-Technologie auf Basis menschlicher Zellen zur Identifizierung und Entwicklung neuer Geschmacksmodulatoren und Nutraceuticals bekannt. Zum ersten Mal gelingt es den Forschern bei BRAIN, eine immortalisierte primäre menschliche Geschmackszelllinie …
Abstimmung zum Tierschutzgesetz: Bundesrat soll morgen Tierschutzprofil beweisen
Abstimmung zum Tierschutzgesetz: Bundesrat soll morgen Tierschutzprofil beweisen
… Forderungen sind, alle Tierversuche einer Genehmigungspflicht zu unterziehen, alle rückblickenden Bewertung der Experimente zu veröffentlichen sowie eine Rechtsvorschrift zur Förderung von Tierversuchsalternativen zu schaffen. Außerdem will er, dass Menschenaffen nicht zur Erforschung von Humanerkrankungen benutzt werden dürfen. „Wir freuen uns, wenn der …
Bild: 4. November - zeTag im Wissensturm der Stadt LinzBild: 4. November - zeTag im Wissensturm der Stadt Linz
4. November - zeTag im Wissensturm der Stadt Linz
… allem Workshops, auf die besonderer Wert gelegt wird. Mit diesen Workshops können die BesucherInnen einen kleinen Einblick in die Welt der WissenschaftlerInnen bekommen, die an Tierversuchsalternativen arbeiten. So kann die Haut durch ein Mikroskop aus einer für die meisten wohl neuen Perspektive betrachtet werden. Oder die BesucherInnen können sich im …
Interviews mit Wissenschaftlern zum Forschungsbereich Tierversuchsalternativen
Interviews mit Wissenschaftlern zum Forschungsbereich Tierversuchsalternativen
Pressemitteilung Menschen für Tierrechte – Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V. Datum: 17.09.2010 Interviews mit Wissenschaftlern zum Forschungsbereich Tierversuchsalternativen Anfang September fand in Linz/Österreich der 16. Kongress zu Tierversuchsalternativen statt, der als bedeutendste Plattform zur Thematik in Europa gewertet wird und Teilnehmer …
Sie lesen gerade: Durchbruch bei Tierversuchsalternativen