(openPR) Berlin/Frankfurt/Main -
Deutschland erlebt eine Existenzgründerwelle. Doch der Weg von der Idee zum geschäftlichen Erfolg ist weit. Häufig werden Hoffnungen enttäuscht, schlimmstenfalls kommt es zur Insolvenz. Manche Pleiten sind unverschuldet, aber so mancher Misserfolg könnte sich mit dem nötigen Wissen über die Schwierigkeiten auch vermeiden lassen. In acht Beiträgen werden die häufigsten Fehler thematisiert und Ratschläge und Informationen für deren Vermeidung gegeben. Die Hörfunkbeiträge wurden von audio:link Die Internet Audioagentur produziert. Eines der Themen lautet: Die Unternehmensnachfolge.
Anmoderation:
Für den einen ist es womöglich ein schmerzhafter Abschied, für den anderen ist eine Chance und für die deutsche Wirtschaft wird es zum Problem. Immer mehr Unternehmen müssen mangels Nachfolger aufgegeben werden. Allein 2004 standen rund 71.000 kleine und mittelständische Betriebe zur Übernahme an,. Und bei weniger als der Hälfte davon fand sich ein Nachfolger innerhalb der Familie. Aus diesem Grund wurden im vergangen Jahr rund 5700 Unternehmen stillgelegt. Und genau das ist die Chance für Existenzgründer. Es muß ja nicht immer das eigene von unten aufgebaute Unternehmen sein, sondern der Weg in die Selbständigkeit kann auch erfolgreich durch eine Unternehmensnachfolge gegangen werden. Über die Hintergründe und Lösungsmöglichkeiten informiert Erich Wittenberg:
“Man gibt ein Stück weit sein Baby weg. Und deswegen ist es oft keine reine finanzielle Entscheidung, sondern eine sehr, sehr schwierige emotionale Entscheidung. Und meistens ist es zu spät, dass derjenige sich dann wirklich Gedanken macht wie er seine Nachfolge regeln kann.“
Analysiert Karoline Beck, Vorsitzende des Bundesverbandes Junger Unternehmer, das Problem der Unternehmensnachfolge. Im Gegensatz dazu liegen für Hans Praßny, Experte für Unternehmensübernahmen bei der KfW-Mittelstandsbank, die Vorteile für interessierte Existenzgründer auf der Hand.
“Es ist prinzipiell eine sehr attraktive Möglichkeit. Man hat die Chance mit dem Unternehmen auch gleich eine entsprechende Marktposition zu übernehmen, jahrzehntelanges know how, gewachsene Beziehungen zu Kunden und Lieferanten. Man muß also nicht das Risiko eines kompletten Neustarts auf der Grünen Wiese auf sich nehmen.“
Trotz dieser positiven Aspekte gibt er zu bedenken.
“Ein ganz wichtiger Punkt ist sicherlich der Kapitalbedarf, der bei einer Unternehmensübernahme sehr viel höher ist als bei einer Neugründung. Hier sollte man wirklich darauf achten, dass, falls auch die eigene Kapitalausstattung nicht sonderlich hoch ist, dass man sich bei der Unternehmensgröße nicht übernimmt.“
Deshalb rät der Experte der KfW Mittelstandsbank interessierten Existenzgründern aus der vermeintlichen finanziellen Not eine Tugend zu machen.
“Sicherlich ist tendenziell eher ein kleiner Betrieb zu bevorzugen. Zum einen ist der Kapitalbedarf für große Firmen auch so groß, dass sie sich die meisten Existenzgründer nicht leisten können, sodass Familienunternehmen ganz klar im Vordergrund stehen.“
Und auch Karoline Beck sieht durchaus gute Chancen für eine Unternehmensnachfolge von außen.
“Im eigenen Unternehmen zu suchen, ist sicherlich eine ganz wichtige Überlegung, die leider wahrscheinlich zu wenig beachtet wird. Das hat auch damit zu tun, dass ein Inhaberunternehmer selten starke Persönlichkeiten auf der zweiten Führungsebene hat. Denn, wenn man selber führt, braucht man ja keinen zweiten.“
Der Bedarf ist also da, Chancen bietet diese Form der Existenzgründung auch. Bei Finanzierungsproblemen können die Förderprogramme der KfW-Mittelstandsbank in Anspruch genommen werden. Bleibt nur die Vorsicht bei der Auswahl eines in Frage kommenden Unternehmens. Denn, wenn am Ende der Topf nicht zum Deckel passt, helfen auch die besten Voraussetzungen nichts.
Abmoderation:
Wer sich genauer über Unternehmensnachfolgen informieren will, kann das entweder im Internet unter www.kfw-mittelstandsbank.de oder telefonisch unter 01801/ 241124. Und das montags bis freitags von 7.30 bis 18:30 zum Ortstarif.
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Kostenlose Downloadmöglichkeit der hörbaren MP3-Dateien und der Textfassung unter:
www.audiolink-kfw.de
Pressekontakt zur KfW:
Holger Schwabe
Tel.: 030 / 20264 5830
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