(openPR) Albstadt-Lautlingen besitzt eine bislang wohl einzigartige Innovation: die Textilbetonbrücke. Das nagelneue Gebilde unterstreicht das Potenzial technischer Textilien. Denn die Textilbetonbrücke ist deutlich leichter und langlebiger als konventionelle Stahlbetonbrücken. Neben der Bauwirtschaft werden bald weitere Branchen technische Textilien verstärkt einsetzen: Medizin- und Umwelttechnik, Automobilindustrie oder Maschinenbau. Die Unternehmen in der Region Neckar-Alb können von dieser Entwicklung profitieren. Dazu trägt auch das Expertenforum Textil bei, ein Netzwerk in dem sich Textilunternehmer, Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus Neckar-Alb austauschen. Die enge Zusammenarbeit mit anderen regionalen Clustern wie Automotive, Maschinenbau und Medizintechnik ist ein entscheidender Standortvorteil für den Zukunftsmarkt der technischen Textilien in Neckar-Alb. Dieser Markt kann weiter unterteilt werden in Medizin-, Mobil-, Schutz, Industrie- und Funktionstextilien. Textile Forschung und Ausbildung gezielt fördern.
Innovative und kreative Textil- und Bekleidungsunternehmen haben den Wandel in der Textilbranche überlebt und bestehen mit Ideen und Schnelligkeit weiter am Markt. Dafür sind Forschung und Ausbildung wesentliche Voraussetzungen. Neue Wege geht die Region darum in punkto Bildung, beispielsweise mit Ausbildungsberufen wie dem „Produktionsmechaniker Textil“ oder dem international beachteten Studiengang „Textile Produkttechnologie – Technische Textilien“, den die Hochschule Albstadt-Sigmaringen 2009 etabliert hat. Die Hochschule in Albstadt bildet weiterhin Bekleidungstechniker aus sowie Textil- und Bekleidungsmanager. International bekannt geworden ist die Reutlinger Hochschule neben der ESB (European School of Business) vor allem durch ihre Fakultät „Textil & Design“ mit den Studiengängen Modedesign / Textildesign, International Fashion Retail, Textiltechnologie, Textilmanagement und Transportation Interior Design.
Textilmaschinenbau vor Ort.
Die regionalen Textilmaschinenhersteller sind ein weiterer Standortvorteil für die Textilregion Neckar-Alb: Sie beliefern nicht nur die ganze Welt, sondern stehen auch in engem Austausch mit der heimischen Textil- und Bekleidungsindustrie. Zu den bekanntesten gehören die Stoll GmbH & Co. KG (Flachstrickmaschinen), die Groz-Beckert KG (Präzisionsteile und Systeme für die Textilfertigung) die Mayer & Cie KG (Rundstrickmaschinen) oder die Bizerba GmbH & Co. KG (Waagen). Groz-Beckert baut derzeit in Albstadt-Ebingen ein Technologie- und Entwicklungszentrum (TEZ). Auf 20.000 m² entstehen Labors, ein Ausbildungszentrum, Entwicklerbüros und Seminarräume sowie ein moderner Maschinenpark für alle wichtigen Textilherstellungs-Verfahren. Mit dieser Ideenschmiede stärkt Groz-Beckert seine Partnerschaft mit Unternehmen, Instituten und Hochschulen.
Vorsprung durch textile Infrastruktur.
Die Textil- und Bekleidungsindustrie vor Ort profitiert von einer exzellenten textilen Infrastruktur – dazu gehören neben Forschungseinrichtungen auch Hersteller von chemischen Hilfsstoffen. CHT/Bezema in Tübingen zum Beispiel gilt im Textilhilfsmittelbereich als drittgrößtes Unternehmen weltweit. Das Institut für Textil- und Verfahrenstechnik Denkendorf (ITV) ist das größte Textilforschungszentrum Deutschlands. Spezialisierte Labors und eigene Produktions- und Prüfverfahren ermöglichen die Lösung komplexer und anspruchsvoller Aufgaben für die Industrie. Die Abteilung Bekleidungstechnik der Hohenstein Institute vor den Toren Stuttgarts ist in der Branche ebenfalls bestens bekannt. Seit 1957 führt man hier repräsentative Reihenmessungen durch, auf denen die Konfektionsgrößen in Deutschland beruhen. Daneben bietet das Institut zahlreiche Dienstleistungen für die Bekleidungsindustrie wie die Prüfungen nach Oeko-Tex® Standard 100.
Standortagentur fädelt Treffen ein.
Textilien und Bekleidung „made in Neckar-Alb“ sind international ein Begriff. Dafür sorgt auch die Standortagentur Tübingen – Reutlingen – Zollernalb GmbH mit ihren Veranstaltungen und Symposien im In- und Ausland. Sie will damit Geschäftskontakte anbahnen und Investoren für die Region Neckar-Alb begeistern. Im Rahmen der aktuellen Vortragsreihe referiert unter anderem der Vizepräsident der Reutlinger Hochschule, Prof. Harald Dallmann, zum Thema „Von der künstlichen Ader zum A380“ (lesen Sie hier mehr) über technische Textilien aus der Region. Erfolgreich fand die Vortragsreihe bislang in Italien, Schweden und den Niederlanden statt. Darüber hinaus fungiert die Standortagentur auch als Gastgeber für die Branche: Rund 30 namhafte Bekleidungs- und Textilunternehmer aus der Türkei (weitere Informationen) waren kürzlich auf Einladung der Standortagentur für drei Tage zu Gast in der Region Neckar-Alb. Sie knüpften Kontakte zu Unternehmen vor Ort und informierten sich über die Textil-Studiengänge in Reutlingen und Albstadt-Sigmaringen.












