(openPR) Die Weltleitmesse Techtextil findet vom 24. bis 26. Mai 2011 in Frankfurt statt. Zahlreiche Unternehmen aus der Region Neckar-Alb präsentieren zu diesem Termin ihre Innovationen. Darüber hinaus markiert die Messe den Start des „Cluster Technische Textilien Neckar-Alb“, initiiert von der IHK Reutlingen.
Im Rahmen der Messe stellen sich teilnehmende Unternehmen mit ihren Neuheiten vor: Am 24.5.2011 um 14 Uhr am Stand der Hochschule Albstadt-Sigmaringen C14, Halle 3.1. Journalisten und alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen. Eine für die Techtextil zusammengestellte Pressemappe spiegelt Innovationsschwerpunkte aus den Bereichen Medizintextilien, Mobiltextilien oder Schutztextilien. Die Pressetexte sind bei der Cluster-Vorstellung sowie im Pressezentrum der Messe und über die IHK Reutlingen erhältlich.
Neckar-Alb: Neuheiten bei Medizin-, Mobil- und Schutztextilien.
Textilien wärmen, schützen und können Leben retten. Aufgrund ihrer vielfältigen Eigenschaften werden Technische Textilien in verschiedene Kategorien unterteilt, darunter Medizin-, Mobil- und Schutztextilien. Für die ganze Bandbreite Technischer Textilien eignet sich ein neuartiges Abstandsgestrick, das die Faiss Textil GmbH aus Balingen vorstellt. Das im Vergleich zur üblichen Wirkware deutlich elastischere Material bietet viele Vorteile für Anwendungen in den Bereichen Automotive, Medizin und Bekleidung.
Neuentwicklungen auf dem Gebiet der Medizintextilien zeigen die Buck GmbH & Co. KG, Bondorf, die Eschler Textil GmbH, Balingen, und die roma-Strickstoff-Fabrik, Balingen. Buck strickt Bandscheiben aus Titandraht und präsentiert ein aus Kohlefaser gestricktes Thermoplast-Kompositmaterial. Für den Medizin- und Orthopädiebedarf bietet Eschler unter anderem ein breites Spektrum an Klettvelouren, darunter bi-elastische aber auch sehr robuste und strapazierfähige Varianten. Die elektrisch beheizbaren Stoffe von roma sind vielseitig einsetzbare Helfer, so bewahren sie Patienten vor Hypothermie oder verhelfen Allergikern zu gutem Schlaf.
Bei den Mobiltextilien dominiert das Thema Leichtbau. Jaxida Cover aus Münsingen stellt einen hochfunktionellen und dabei ultraleichten Bezug vor, der Flug- und Fahrzeuge vor Witterungseinflüssen schützt. Unter dem Namen „FILACON systems“ präsentiert die Tajima GmbH, Winterlingen, ein automatisches Faserlegeverfahren, mit dem unter anderem hochfeste Composite-Bauteile hergestellt werden. Die SOMA GmbH & Co. KG aus Obernheim verarbeitet technische Gewebe zu Filter- und Siebeinsätzen. Derzeit tüftelt das junge Unternehmen an Vollspritzteilen mit Toleranzen von lediglich ±5µm.
Die rökona Textilwerke GmbH, Global Player für Automotive-Textilien aus Tübingen, unterteilt ihre Neuentwicklungen in drei Schwerpunkte: in den Bereichen Shading und Interior besticht das Gewirk „Varioblind“ durch enorme Flexibilität. Das Leichtgewicht „b10e“ für Sport-, Outdoor- oder Arbeitsbekleidung wiegt inklusive einer metallischen Beschichtung auf der Rückseite weniger als 10 Gramm pro Quadratmeter.
Ein Leuchtturmprojekt für die Region Neckar-Alb ist die längste Textilbetonbrücke der Welt in Albstadt. Großen Anteil daran hat die Groz-Beckert KG, die auf der Techtextil anhand eines Brückenmodells die textilen Gelege und ihre Vorteile veranschaulicht. Daneben präsentiert das Unternehmen Neuheiten aus den Bereichen weaving und felting: PosiLenoâ, ein leistungssteigerndes Drehersystem sowie die langlebige Filznadel „EcoStar“.
Als Spezialist für Schutztextilien entwickelt die Fuchshuber Techno-Tex GmbH, Lichtenstein, aktuell schnittfeste Kleidung für die Eishockey-Stars der US-amerikanischen Liga NHL. Weitere Neuheiten sind ultra-leichte, flammhemmende Unterwäsche, ein Sweat-Shirt mit Schutz vor Störlichtbogen sowie die weltweit wärmste Fleece-Bekleidung. Im Rahmen eines Forschungsprojekts befasst sich ein Team der Hochschule Reutlingen mit dem Alterungsprozess von Schnittschutzhosen, wie sie bei Motorsägearbeiten getragen werden, und stellt erste Ergebnisse vor.
Bedeutung Technischer Textilien für die Region Neckar-Alb.
Technische Textilien gewinnen weltweit an Bedeutung. Dies hat man in der traditionellen Textilregion Neckar-Alb früh erkannt. Zahlreiche Spezialisten konzentrieren sich hier auf die „neuen Textilien“, rund 40 dieser Unternehmen wollen sich am „Cluster Technische Textilien Neckar-Alb“ beteiligen. Hervor geht die Idee aus dem von der IHK Reutlingen initiierten Expertenforum Textil. Anvisiert wird ein loser Zusammenschluss von Unternehmen, die auf dem Gebiet der Technischen Textilien aktiv sind, sich zu Branchenthemen austauschen und Synergieeffekte nutzen wollen.
Entstehung und Aktivitäten des Clusters.
Der Aufbau des Clusters wird aus Mitteln des Europäischen Regionalfonds
(EFRE) gefördert. Zuständiges Landesministerium ist das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft in Stuttgart. Im Dezember 2010 wurde die Initiative als eines von zehn Zukunftsclustern in Baden-Württemberg ausgezeichnet. Nachdem rechtzeitig zur Techtextil auch die Evaluierung mit einer sogenannten Unbedenklichkeitsbescheinigung erfolgte, kann das Cluster nun starten. Weitere Aktivitäten sind bereits in Planung, darunter Arbeitskreise zu Themen wie Bau- und Pharmatextilien. In den Arbeitskreisen geht es um den Einsatz textiler Produkte in den Zukunftsbranchen der Region Neckar-Alb. Dazu zählen neben dem Bereich Textil vor allem Automotive, Biotechnologie, Elektrotechnik, Maschinenbau, Medizintechnik und regenerative Energien.











