(openPR) In der gewachsenen Textilregion auf der Zollernalb und rund um Reutlingen und Tübingen haben sich neben weltbekannten Modelabels vermehrt Spezialisten für technische Textilien angesiedelt. Kein Wunder: Deutschland ist aktuell Weltmarktführer beim Export technischer Textilien, gefolgt von den USA und China. Gerade für dieses Textil-Segment sieht der Verband Südwesttextil weiterhin enorme Wachstumschancen. Die Infrastruktur mit Textilmaschinenbauern und Textil-Zulieferern in Neckar-Alb bildet den idealen Rahmen für Innovationen. Den wissenschaftlichen Hintergrund liefern Forschungseinrichtungen sowie die Hochschulen in Reutlingen und Albstadt-Sigmaringen. Rund 220 Textil- und Bekleidungsunternehmen mit 15.000 Mitarbeitern zählt die Textilregion, darunter Marken wie Hugo Boss, MarcCain, Mey bodywear, Trigema, Rösch, Sanetta oder Einhorn.
Neckar-Alb: Textilindustrie mit Tradition.
Auf den kargen Böden der Schwäbischen Alb betrieben die Menschen ursprünglich Schafzucht. Die somit reichlich vorhandene Wolle und der traditionelle Flachsanbau führten hin zur Textilindustrie. 1732 zählte man auf der Alb rund 72 Leinenwebmeister. 1828 kam die industrielle Revolution in Gestalt einer Spinnerei nach Reutlingen. Die erste Rundstrickmaschine nahm dann 1853 in Albstadt-Tailfingen den Betrieb auf – mit Nadeln vom heutigen Weltmarktführer Groz-Beckert aus Albstadt-Ebingen. Die textile Geschichte der Region machen zwei Museen in Albstadt erlebbar: Das Maschenmuseum sowie das Nähmaschinen-Museum Mey, welches rund 300 Haushalts- Gewerbe- und Kindernähmaschinen ausstellt und die Entwicklungsgeschichte der Nähtechnik aufzeigt.
Von der Wäschehochburg zum High-Tech-Standort.
Der Bekleidungsbranche in Neckar-Alb eilt der Ruf einer Wäschehochburg voraus. Zu den erfolgreichsten Marken Deutschlands gehört dabei der Wäschehersteller Mey aus Albstadt-Lautlingen. Beim Best Brands-Award wurde Mey bodywear als die „Wachstumsstärkste Produktmarke 2009" ausgezeichnet, vor Samsung und Nike. Comazo, con-ta, Naturana oder Speidel sind ebenfalls bekannte Wäsche-Marken aus der Region. Das Erfolgsgeheimnis liegt mitunter in der Vielseitigkeit des Produkts: Funktionswäsche, Wäsche für Allergiker oder Gesundheitswäsche – immer neue Nischen fordern die Entwicklungsstärke der Branche.
Von der Strickmaschine in die Formel 1.
Inzwischen sind mehr als 60 techtex-Unternehmen in der Region ansässig, sie entwickeln und fertigen beispielsweise für die Automobilindustrie, medizinische Bereiche, die Luft- und Raumfahrtindustrie und stellen Schutzbekleidung her. An der Schnittstelle von Textil und Automotive arbeitet beispielsweise Mattes&Ammann mit großem Erfolg: Von BMW bis McLaren beliefert der Hersteller technischer Textilien europaweit die Autobauer. In einem kleinen Dorf auf der Zollernalb arbeiten rund 300 Mitarbeiter auf 36.000 m² Nutzfläche. Trotz des hohen Automatisierungsgrades steht der Mensch für Inhaber Christoph Larsen-Mattes im Mittelpunkt. Ausschlaggebend für den Erfolg sind seiner Meinung nach neben Schnelligkeit eine „kompromisslose Markt- und Kundenorientierung“.









