(openPR) Münster, 2. August 2010. El Salvador zählt zu den gewalttätigsten Ländern der Erde. Die Mordraten sind inzwischen höher als während des blutigen Bürgerkrieges von 1980 bis 1991. Jugendbanden kontrollieren mitunter bereits ganze Stadtviertel. Bis zu 40 Prozent aller Delikte mit Todesfolge werden ihnen zugerechnet. Immer öfter werden Frauen Opfer mörderischer Gewalt. Welche Handlungsräume hat angesichts der bedrückenden Situation die linke Regierung Mauricio Funes’ im Kampf gegen Gewalt, Korruption und Armut? Und wo sieht die salvadorianische Zivilgesellschaft Wege aus der Gewaltspirale?
Um diese Fragen dreht sich am 2. und 3. Oktober im Franz-Hitze-Haus in Münster die diesjährige Herbsttagung der Christlichen Initiative Romero (CIR), welche in Kooperation mit dem Franz-Hitze-Haus stattfindet. Unter dem Motto „El Salvador zwischen Aufbruch und Gewalt – 30 Jahre nach der Ermordung von Erzbischof Romero“ beleuchten Referenten aus Deutschland und El Salvador die Situation in dem mittelamerikanischen Land und schlagen hierbei eine Brücke zu Leben und Wirken des 1980 ermordeten salvadorianischen Erzbischofs Oscar Romero. Auch 30 Jahre nach seinem Tod ist der von Auftragskillern ermordete Geistliche im Bewusstsein der Salvadorianer präsent. Er symbolisiert die Hoffnung auf eine bessere Zukunft des traumatisierten Landes.
„Neue Räume für Veränderungen in der Gesellschaft“ lotet im Rahmen der Tagung etwa Larry Madrigal aus, Theologe und Leiter des Centro Bartolomé de las Casas in San Salvador. Währenddessen zeigt Jeanette Urquilla, Direktorin der salvadorianischen Organisation „Frauen für den Frieden“ (Organización de Mujeres por la Paz/ORMUSA), in einem Vortrag „Gewaltstrukturen in einer traumatisierten Gesellschaft“ auf. Die evangelische Theologin Bärbel Fünfsinn skizziert das Vermächtnis Oscar Romeros für unsere Zeit. Eine Podiumsdiskussion widmet sich Spielräumen für neue Politikansätze in El Salvador und Möglichkeiten der Solidarität in Europa. Abgerundet wird das vielfältige Tagungsprogramm durch verschiedene Arbeitsgruppen mit spirituellen und praktischen Aktivitäten.
Detaillierte Informationen zur Tagung „El Salvador zwischen Aufbruch und Gewalt – 30 Jahre nach der Ermordung von Erzbischof Romero“ sind erhältlich bei der Christlichen Initiative Romero (CIR), Breul 23, 48143 Münster, Telefon 02 51 / 8 95 03, Mail
. Hier ist auch eine Anmeldung möglich.












