(openPR) Bad Driburg. Hirnleistungstraining und Biofeedback-Verfahren ergänzen Behandlungsprofil. Die Knappschafts-Klinik in Bad Driburg verfügt seit vielen Jahren über sehr gute Kompetenzen bei der Behandlung von Patienten mit Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, insbesondere nach Infarktgeschehen und operativen Eingriffen sowie bei Gefäß-leiden.
Mit dem Angebot eines computergestützten Hirnleistungstrainings wurde gezielt eine Behandlungslücke geschlossen, um auf bestimmte Krankheitsfolgen noch besser reagieren und fundierte Heilungserfolge bei der medizinischen Rehabilitation erreichen zu können. Das Hirnleistungstraining beinhaltet Techniken und Strategien, um kognitive, mentale und konzentrative Einschränkungen zu kompensieren.
Fest steht, dass auch Menschen infolge eines schweren Herzleidens und im Zusammenhang mit längeren Operationen und demzufolge entsprechend langen Narkose- oder künstlichen Komazeiten, beispielsweise nach einer Bypass-Operation oder einer Reanimation nach einem Herzstillstand hinsichtlich ihres Hirnleistungsvermögens zunächst eingeschränkt sein können. Bei berufstätigen Patienten kann dies zu erheblichen Verzögerungen des Wieder-eintritts in das Arbeitsleben führen, informiert Diplom-Psychologe Klaus Rafflenbeul.
So werden im Rahmen der kardiologischen Rehabilitation PC-gesteuerte und damit im we-sentlichen bildunterstützende Verfahren zur Schulung bzw. zum Training beispielsweise der Aufmerksamkeits- und Konzentrationsleistung, der Reaktionsfähigkeit und der allgemeinen geistigen Aktivierung durchgeführt, um die betroffenen Patienten möglichst schnell wieder aus Hirnleistungsdefiziten herausführen und damit wieder für den Alltag „fit“ machen zu können. Dies bedeutet letztlich eine wesentliche Bereicherung der Lebensqualität stellt Ergotherapeutin Tanja Stelter fest. Mit Hilfe einer speziellen Computerprogramms ist es möglich, die Ausgangsleistungsfähigkeit zu Beginn des Trainings und die über die einzelnen Ü-bungsteile entwickelten Fortschritte dokumentieren, gegenüberstellen und somit letztlich auch dem Patienten sichtbar machen zu können.
„Wir legen großen Wert darauf, bei der Behandlung unserer Patienten die individuellen Bedürfnisse und speziellen, sowohl medizinischen als auch therapeutischen Erfordernisse, zu berücksichtigen, und dabei modernste Therapiemethoden und –verfahren einzusetzen.“ ergänzt Chefärztin und Kardiologin Dr. Gabriele Augsten.
Ein weiteres „Standbein“ der therapeutischen Interaktionen wurde mit der Einführung der Messmethode des Biofeedbacks geschaffen, berichtet Psychologe Rafflenbeul. Dabei handelt es sich um ein wissenschaftlich fundiertes Verfahren zur Förderung der Wahrneh-mung körperlicher Prozesse beim Patienten. Hierbei werden die Parameter verschiedener Körperfunktionen (Temperatur der Hautoberfläche und Hautleitfähigkeit, Muskelanspan-nung, Atem- und Herzfrequenz etc.) abgeleitet, mit Hilfe einer entsprechenden Software aufgearbeitet und an einem Bildschirm sichtbar gemacht.
Der Patient erhält einerseits visuell eine Rückmeldung hinsichtlich der Befindlichkeit einzelner Körperfunktionen und andererseits die Möglichkeit mit Hilfe geeigneter Therapiebausteine auf einzelne Körperfunktionen einen positiv begünstigenden Einfluss ausüben zu können. Beispielsweise erlaubt die Rückmeldung verschiedener Atmungsparameter (Atem-kurve – Tiefe der Atmung – und Atemfrequenz) die Darstellung einer anspannungsbedingten Veränderung der Atmung auf dem Bildschirm sowie das Training einer entspannten Ru-heatmung. Der Patient kann also schon bald auf dem Computerbildschirm den „Erfolg“ einer erlernten Atemtechnik und damit das Erreichen einer verbesserten Ruheatmung bildhaft erleben.
Die Patienten werden durch das Biofeedback-Verfahren motiviert, im positiven Sinn an Kör-per und Seele zu arbeiten, so Chefärztin Dr. Augsten. Biofeedback ist zu einem ergänzen-den, festen Bestandteil in der Behandlung der verschiedensten Störungen gewordenen und sichert insgesamt die Behandlungserfolge in der kardiologischen Rehabilitation mit ab.



