(openPR) Der Exekutiv Yuan, die Exekutive der Regierung der Republik China auf Taiwan, hat am 07. Juli 2010 eine Taskforce gegründet, deren Aufgabe es ist, nach der Unterzeichnung der Rahmenvereinbarung für wirtschaftliche Zusammenarbeit (ECFA) zwischen Taipeh und Peking um internationale Investoren in Taiwan zu werben. Die Taskforce wird sich aktiv um Investoren aus Japan, Singapur, Hongkong, Europa und Nordamerika bemühen, die in solche Industrien investieren sollen, die mit reduziertem Zolltarif auf der Liste der ECFA geführt werden.
Ausländische Investitionen sollen auch in Richtung der von Präsident Ma besonders geförderten “i-Taiwan“ Infrastrukturprojekte geleitet werden (dazu zählen die inselweiten Verkehrsnetze, die Freihandelszone und der Öko-Park im Hafen von Kaohsiung, das Asien-Pazifik Drehkreuz für See- und Luftfahrtlogistik in Taichung, die Flughafenmetropole Taoyuan, das Projekt Intelligentes Taiwan, die industriellen Innovationskorridore, die Erneuerung der Ballungs- und Gewerbegebiete, die Regeneration von landwirtschaftlichen Dörfern und Küstenregionen, die grüne Aufforstung, der Hochwasserschutz und die Wasserwirtschaft und der Kanalbau); daneben in die sechs aufstrebenden Industrien (Biotechnologie, grüne Energie, Gesundheitswesen, hochwertige landwirtschaftliche Erzeugnisse, Tourismus, sowie Kultur und Kreativität); in die vier intelligenten Industrien (Cloud Computing, intelligente Fahrzeuge, grüne Architektur und Vermarktung von Patenten); und schließlich in zehn der wichtigsten Dienstleistungsindustrien (darunter die Verbesserung der Gesundheitsdienste, die Globalisierung der Küche Taiwans und weitere mehr).
Premierminister Wu Den-yih fungiert als Einberufer der Taskforce, die bis Ende Juli die ersten Planungen zur Investitionsförderung vorlegen will. Im August wird das Ministerium für wirtschaftliche Angelegenheiten dann ein Servicezentrum einrichten, das den Investoren aus aller Welt die passenden Geschäftsmöglichkeiten offerieren wird und die dabei anfallenden Fragen aus einer Hand beantworten soll. Das Ziel für das laufende Jahr ist, einen Investitionsumfang von US$ 6 Milliarden zu erreichen.
Yiin Chii-ming, Minister ohne Geschäftsbereich, wird Ende Juli eine Delegation nach Japan begeleiten, die dort Investitionsseminare abhalten wird, um die Änderungen in Taiwans Investitionsumfeld zu erläutern und zu erörtern, wo die ECFA zusätzliche Möglichkeiten bieten kann.
Das Abkommen über die Taiwan-Straße wird von vielen Menschen als ein Segen für die Wirtschaft betrachtet. Der Internationale Währungsfonds rechnet mit wachsendem Konsum und zunehmenden Investitionen in Taiwan und hat deshalb für das Jahr 2010 seine Prognosen für das Wachstum von Taiwans Bruttoinlandsprodukt auf 7,7 Prozent erhöht. Wirtschaftsminister Shih Yen-hsiang hat in diesem Zusammenhang erklärt, das Ziel für dieses Jahr sei, “auf sechs Prozent Wachstum hinzuarbeiten, von sieben Prozent auszugehen und auf acht Prozent zu hoffen“.
Laut einer Analyse von Christina Y. Liu, Ministerin des Rats für wirtschaftliche Planung und Entwicklung, wird Taiwan im Zuge der ECFA zu einem heißen Pflaster für Investitionen werden. Inländische und ausländische Investoren sowie in Festlandchina tätige Unternehmen aus Taiwan bekunden bereits großes Interesse. Dies ist ein Zeichen des wachsenden Optimismus im Hinblick auf die Wirtschaftslage in Taiwan. Cheng Cheng-mount, Chefökonom der Citibank Taiwan, prognostiziert, dass die Vorteile aus dem ECFA in der zweiten Hälfte des Jahres 2010 in Taiwans Wirtschaftswachstum sichtbar zu Tage treten werden.

