(openPR) Der Hochbegabtenverein Mensa in Deutschland e. V. begrüßt den Einstieg in die systematische Förderung von besonders begabten Studenten, für die das am letzten Freitag beschlossene Stipendiengesetz die Voraussetzungen schafft. Besonders wichtig ist, dass nicht nur Schulnoten und bereits erbrachte Leistungen zählen, sondern auch möglicherweise noch nicht voll entfaltete intellektuelle Potenziale. Tatsächlich sind viele Hochintelligente als Spätzünder in der Schule eher mittelmäßig oder ahnen gar nichts von ihrer herausragenden Begabung. „Anders als häufig unterstellt gibt es herausragend Begabte auch in sozial schwierigen Verhältnissen. Ein Stipendium sorgt dafür, dass aus diesen Hochbegabten auch Hochleister werden können“, so Matthias Moehl, Vorstandsmitglied von Mensa.
Die Ergebnisse einer Untersuchung innerhalb des Vereins Mensa zeigen unter anderem, dass bisher nur ein verschwindend geringer Anteil der Befragten mit Hochschulabschluss ein Begabtenstipendium aus öffentlichen Mitteln erhalten hat. Auch der Schüler Albert Einstein hätte in den Auswahlverfahren der Begabtenförderungswerke kaum eine Chance auf Förderung gehabt, schließlich beruht die Vorauswahl der Stipendiaten bislang vor allem auf den Schulnoten. Dabei sind diese als Auswahlkriterium für ein Begabtenstipendium nur bedingt geeignet: Bei den Befragten mit einem Top-Hochschulabschluss (Note besser als 1,5) war die Abiturnote im Mittel um 0,55 Notenpunkte schlechter als die Abschlussnote beim Hochschulstudium. Dies bestätigt die Erfahrung, dass viele Hochbegabte erst im stimulierenden Umfeld der Hochschule ihre Leistungsfähigkeit voll entfalten können. Umso wichtiger ist es, wenn dann die Zeit intensiv zum Studieren genutzt werden kann, weil ein Begabtenstipendium zum Lebensunterhalt beiträgt.












