(openPR) Eisenbahninfrastrukturmanager TP Ferro wählt Planungstool TPS von HaCon für Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Spanien und Frankreich
TP Ferro plant und koordiniert seine Trassen künftig mit der Software TPS aus dem Hause HaCon. Der spanisch-französiche Eisenbahninfrastrukturmanager wird das Planungstool auf der 44 Kilometer langen Neubaustrecke durch die Pyrenäen von Perpignan in Frankreich bis Figueres in Spanien einsetzen.
TP Ferro wurde gegründet von der spanischen ACS-Gruppe und dem französischen Bauunternehmen Eiffage, die jeweils 50 Prozent der Anteile von TP Ferro halten. Das binationale Unternehmen ist dafür verantwortlich, dass die Trassen auf der Hochgeschwindigkeitslinie Figueres-Perpignan konfliktfrei befahren werden – eine Kernfunktion von TPS. Das System unterstützt Netzbetreiber dabei, ihre Kapazität entsprechend der europäischen Vorgaben einer diskriminierungsfreien Trassenvergabe zu verplanen.
Internationale Trassenkoordination auf Planungsebene mit TPS
TPS, das der staatliche Betreiber des französischen Schienennetzes Réseau Ferré de France (RFF) bereits erfolgreich einsetzt, verknüpft erstmals zwei aneinandergrenzende Netzbetreiber. Die Software „Made in Hannover“ berücksichtigt bei der Planung und Disposition bereits das europäische Signalisierungssystem ETCS (European Train Control System) Level 2. „ETCS ist eine Komponente eines einheitlichen europäischen Eisenbahnverkehrsleitsystems in das sich TPS perfekt einreiht“, erläutert HaCon-Projektleiter Claus Müller-Haude. Damit leiste TPS einen Beitrag zur Interoperabilität der europäischen Eisenbahnen.
Die nationalen Netzbetreiber in Frankreich und Spanien setzen zur Koordination und Kommunikation von Trassenbestellungen die webbasierte Plattform Pathfinder ein. Diese stellt RailNetEurope (RNE) seinen insgesamt 38 Mitgliedern zur Verfügung. Der Verband europäischer Eisenbahninfrastrukturbetreiber hat das Ziel, den internationalen Eisenbahnverkehr reibungsloser und effizienter zu gestalten. Hier schließt sich TPS nahtlos an: Mit internetbasierter Kommunikation zu Pathfinder, die sicherstellt, dass TP Ferro in die Trassenplanung von Frankreich und Spanien optimal eingebunden werden kann. Auch das lokale CTC (Centralised Traffic Control) wird mit TPS verknüpft.
HaCon wird TPS für seinen neuen Kunden TP Ferro zweisprachig zur Verfügung stellen, das bedeutet: Spanisch und Französisch im Parallelbetrieb. TP Ferro soll neben TPS für die langfristige Planung auch TPS Realtime erhalten. Damit kann der Infrastrukturmanager TPS auch als Dispositionssoftware für die sehr kurzfristige Planung einsetzen. Weil in TPS die Infrastruktur der Eisenbahnanlage exakt abgebildet ist, können Verspätungen sehr genau berechnet werden. Der Vorteil: Mögliche Konflikte durch Abweichungen vom Sollfahrplan lassen sich rechtzeitig und präzise voraussagen. Der Disponent kann auf verschiedene Lösungsszenarien zurückgreifen. So unterstützt TPS Realtime diesen optimal dabei, Konflikte zu lösen. TPS wird auch die so genannte „Tunnel Condition“ einhalten, eine Sicherheitsvorschrift, die es untersagt, dass sich zwei Züge gleichzeitig in derselben Tunnelröhre aufhalten.
Ab Oktober soll TPS in der Betriebszentrale von TP Ferro in der Nähe des südfranzösischen Montesquieu les Albères bei Perpignan installiert werden. Schulung und Testbetrieb folgen. Im Dezember 2010 soll die Hochgeschwindigkeitslinie offiziell eröffnet werden und anschließend in Betrieb gehen. Auf der 44 Kilometer langen, zweispurig geführten Strecke, werden sowohl Personen- als auch Güterverkehrszüge verkehren. Sie befindet sich auf spanischem und französischem Boden und führt durch einen 8,2 Kilometer langen Tunnel unter den Pyrenäen.












