(openPR) Eine „globale Sündenbockstrategie“ gegen die globale Spekulation ist wenig hilfreich. Man muss zwischen einer sinnvollen und einer zerstörerischen Spekulation unterscheiden. Die derzeitigen Wirtschaftswissenschaften haben durch eine hohe Abstraktion und ihren Intellektualismus kaum Chancen, die Politik erfolgreich zu beraten.
Die sinnvolle Spekulation ist eine große Hilfe bei der Stabilisierung der Finanzmärkte. Sie sorgt für niedrige Transaktionskosten. Bei der zerstörerischen Spekulation können bestimmte Gruppen am Markt ihre Machtposition gegenüber den anderen ausnutzen. Eine solche Marktbeherrschung ist aus der Sicht der globalen Wirtschaft schädlich und ihr sollte durch eine politische Strukturierung des Marktes der Boden entzogen werden.
Es muss zwischen Regulierung und Strukturierung unterschieden werden. Regulierung ist nur innerhalb einer bestimmten Struktur möglich. Derzeit sind jedoch solche Maßnahmen vonnöten, die die Struktur verändern.
Spekulationsinstrumente, wie zum Beispiel ungedeckte Leerverkäufe führen an der Realität vorbei und sind daher für die Realwirtschaft schädlich. In solchen Fällen reduziert sich die eigentlich den Markt stabilisierende Spekulation auf eine Wette. Es gibt aber auch beim Pferderennen keine Möglichkeit, auf ein Pferd zu wetten, das gar nicht existiert.
Sie werden auch keine Brandschutzversicherung auf ein Haus abschließen können, wenn Sie keins besitzen. Die Spekulation muss immer auf reale Strukturen Bezug nehmen, also „bodenständig“ bleiben, statt mit Hilfe der Mathematik in eine irreale Welt abzuheben.
In diesem Sinne sind die ersten in Deutschland unternommenen Schritte, z.B. das Verbot der Leerverkäufe für Staatsanleihen an den deutschen Börsen, vernünftig. Schließlich wartet Deutschland auch nicht mit den Maßnahmen für Umweltschutz, bis „alle Länder der Welt“ nachziehen werden. Diese individuelle Note der deutschen Politik, ist etwas, das sie weltweit sympathisch macht.
Martina Moneymore schrieb: „Die beste Geldanlage der Welt - Die Cost-Average-Strategie“, 2008, Norderstedt
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Zur aktuellen Lage der Finanzmärkte lesen Sie auch:
Pal Dragos: “Kapital in der Staatsfalle - Deflation und Inflation“, 2009, Norderstedt
Kostenfreie Leseproben: www.pal-dragos.de








