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Marktstudie Gartenbedarf: Baumärkte haben das Sagen

(openPR) Der Garten als Lebensbereich und als Raum zur Freizeitgestaltung gewinnt weiterhin an Bedeutung. Von diesem Trend profitiert der deutsche Markt für Gartenhartware, der sich im vergangenen Jahr mit einem Minus von nur einem Prozent auf 5,3 Mrd. Umsatz als relativ krisenresistent erwies. Mit einem blauen Auge davon kam das Segment Lebendes Grün mit einem Minus von 4 Prozent auf 9,1 Mrd. Euro. Das geht aus den aktuellen Studien „Branchenfokus Gartenhartware“ und „Branchenfokus Lebendes Grün“ der BBE RETAIL EXPERTS hervor, die jetzt im Verlag BBE media erschienen sind.



Wesentlicher Markttreiber bei Gartenhartware ist der Bereich „Grillen im Garten“, der sowohl von der steigenden Nachfrage nach höherwertigen Grillgeräten profitiert als auch von dem Trend, die Grillsaison auf alle Jahreszeiten auszuweiten. Zunehmendes Qualitätsbewusstsein in Verbindung mit höherer Ausgabebereitschaft zeigten die Verbraucher zudem bei Garten- und Balkonmöbeln aus Holz. Unbeeindruckt von der allgemeinen Nachfrageflaute blieben im Markt für Lebendes Grün die klassischen Outdoor-Sortimente Beet- und Balkonpflanzen, Stauden, Gehölze und Blumenzwiebeln/Samen, die beim Umsatz sogar kräftig zulegen konnten.

Mit einem auf 47 Prozent gesteigerten Marktanteil sind die Bau- und Heimwerkermärkte bei Gartenhartware über alle Warengruppen hinweg der klar dominierende Vertriebsweg für Rasenmäher, Gartenschirme, Blumentöpfe und Co. Aber auch die Bedeutung der Gartencenter als weitere großflächige Vertriebsform nahm weiter zu. Von der verstärkten Qualitäts- und Markenorientierung der Verbraucher konnten die Anbieter motorisierter Gartengeräte profitieren. Einen nicht zu unterschätzenden Stellenwert besitzen zudem die SB-Warenhäuser und die Verbrauchermärkte; aber auch der Versandhandel und der Möbelhandel spielen bei manchen Warengruppen eine durchaus wichtige Rolle.

Den nach wie vor wichtigsten Vertriebsweg für Lebendes Grün bilden die vorwiegend kleinbetrieblich strukturierten Gärtnereien und der Blumenfachhandel. Jedoch bröckelte deren Marktanteil auf 28 Prozent weiter ab. Sie geraten insbesondere durch die großflächigen Gartencenter und Baumärkte unter Druck, die zusammen inzwischen einen Marktanteil von über 37 Prozent abdecken. Aber auch die Baumschulen konnten in den letzten Jahren ihren Marktanteil ausdehnen. Auf einen Umsatzanteil von über 10 Prozent kommt inzwischen der Lebensmitteleinzelhandel mit seinen weit verbreiteten Filialsystemen.

Mit Blick auf die weitere Marktentwicklung ist in den nächsten Jahren mit kaum veränderten Vertriebsstrukturen zu rechnen. Bei Gartenhartware halten die Bau- und Heimwerkermärkte ihren Umsatzanteil von 47 Prozent bei einem bis 2014 jährlich um 0,9 bis 1,7 Prozent auf 5,7 Mrd. Euro wachsenden Marktvolumen. Deutlich niedriger wird das Potenzial für Lebendes Grün eingeschätzt, für das bis 2014 ein Volumen von 9,2 Mrd. Euro prognostiziert wird, maßgeblich getragen weiterhin von den Gärtnereien und Baumärkten, die zusammen einen Marktanteil von 50 Prozent halten.

Studien-Details
Titel: Branchenfokus Gartenhartware 2010
Inhalt: Gegenstand des Branchenfokus Gartenhartware 2010 sind die vier Warengruppen Gartengeräte (Rasenmäher, Handgeräte, elektr./motorisierte Geräte), Gartenausstattung (Garten- und Balkonmöbel, Holzartikel), „Wasser im Garten“ und „Grillen im Garten“.
Umfang: 50 Seiten mit 27 Grafiken, Übersichten und Tabellen
Preis: 850,- Euro (zzgl. MwSt.)

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