(openPR) LBS-Studienergebnisse zum Wohnungsmarkt -
01.06.2010 Münster (LBS). Auf dem Land wohnen – in der Stadt arbeiten. Das ist ein immer häufigeres Lebensmodell. In nur fünf Jahren ist die Zahl der Zweitwohnungen um 30 Prozent gestiegen. Dabei drängen vor allem Berufspendler und Studenten verstärkt in die Ballungsräume.
Die Zweitwohnung ist kein Luxusphänomen, wie die Zahlen der Untersuchung des Forschungsinstituts empirica im Auftrag der Landesbausparkassen zeigen. Der typische Besitzer einer Zweitwohnung ist unter 35 Jahren und hat seinen Erstwohnsitz vornehmlich in kleineren Gemeinden. Als Zweitwohnung definiert die Studie eine Wohnung, die aus beruflichen Gründen oder zu Ausbildungszwecken zumeist unter der Woche genutzt wird und neben dem Hauptwohnsitz existiert. Sie scheint in Zeiten eines angespannten Arbeitsmarktes oft die einzige Möglichkeit zu sein, einen angemessenen Job auszuüben und dabei doch im gewohnten, familiären Umfeld zu leben. Immerhin 2,8 Prozent aller deutschen Haushalte haben mittlerweile eine Zweitwohnung.
In Deutschland gibt es 1,1 Millionen Zweitwohnungen. Somit entfallen fast drei Prozent des deutschen Wohnbestandes auf Wohnungen, die nur unter der Woche genutzt werden. Das verändert auch die Lage am Wohnungsmarkt, denn die beruflich genutzte Bleibe ist in 80 Prozent der Fälle ein Mietobjekt. Sie ist häufig nur eine „Lösung auf Zeit“. Die zunehmenden Zahlen stellen jedoch eine Belastung für den Wohnungsmarkt in Universitätsstädten oder Großstädten dar.










