(openPR) Die Ausstellung in der Galerie am Dom ist eine Gegenüberstellung der Arbeiten von Marlies Albrecht und Kristina Fiand. Die filigranen Wachsarbeiten von Marlies Albrecht stehen vordergründig im Kontrast zu den Holzfiguren von Kristina Fiand. Doch ergibt sich gerade aus dieser Unterschiedlichkeit ein Spannungsfeld in welchem die Figuren großartig miteinander korrespondieren.
Die Vernissage findet am Abend des 4. Juni 2010 im Rahmen der Nacht der Galerien in der Wetzlarer Altstadt statt. Die beiden Künstlerinnen werden anwesend sein.
Marlies Albrecht, 1956 in Ludwigsburg geboren, entdeckte 1994 das Material Wachs für ihre künstlerische Arbeit. Ihre Bilder entstehen durch das Auf- und Abtragen einzelner jeweils bemalter Wachsschichten. Diese im Wahrsten Sinne des Worten Vielschichtigkeit der Technik spiegelt sich in ihren Figuren wider: Die Protagonisten sind komplexe Persönlichkeiten in deren Seelen uns die Künstlerin durch Körpersprache und Mimik tiefe Einblicke gewährt. Marlies Albrechts Werke sind zärtliche Schaustücke des Alltags. Botschaften des Zwischenmenschlichen, deren Unterhaltsamkeit, Wahrheit und Poesie den Betrachter intensiv berühren.
Kristina Fiand, 1964 in Hamburg geboren, arbeitet mit Holz. Ihre Figuren werden mit klassischen Bildhauerwerkzeugen aus Lindenholz geschnitzt. Dabei schließt sie natürliche „Hindernisse“, wie Äste und Risse mit ein und gibt jeder einzelnen Figur ein unverwechselbares Kolorit. So entstehen ihre einzigartigen Skulpturen der „Edeka-Frauen“ und der „Männer, die es geschafft haben“. Es sind Portraits real existierender Personen, die die Künstlerin im Alltag beobachtet hat oder die sie als Auftragsarbeit portraitieren sollte. Trotz der durch Technik und Material vorgegebenen relativ groben Ausführung gelingt es Kristina Fiand durch Blicke, Körperhaltung, Attribute und Farbigkeit ihren Figuren Leben und Individualität einzuhauchen, die uns immer wieder faszinieren und zum Schmunzeln anregen.












