(openPR) JOHANNES GECCELLI - Malerei
HERBERT ALBRECHT - Skulpturen
9. September – 27. Oktober 2011
Die Herbstsaison eröffnet die in München ansässige Galerie Rieder mit Arbeiten von Johannes Geccelli und Herbert Albrecht.
Johannes Geccelli (*1925), einer der bedeutendsten Farbfeldmaler der Gegenwart, ist im Juni dieses Jahres in Berlin gestorben.
In der Ausstellung wird sein herausragendes Werk präsentiert, darunter Exponate aus der Serie „Cottbusgrün“ sowie die „Kippbilder“. Daneben konzentriert sich die Galerie Rieder auf die bis zu seinem Tod entstandenen, subtilen Papierarbeiten.
Geccellis Bilder werden von der Musikalität der Farbe in ihrer ganzen Umfänglichkeit bestimmt. Häufig lässt er sich bei der Auswahl des Kolorits von farbigen Objekten seiner Umgebung inspirieren.
In vertikalen Reihen aus immer gleich bleibenden Strichlagen trägt er die Farbe übereinander auf. Sie verändert sich stets und entfaltet ein – vom Licht getragenes – sinnliches Eigenleben, das eine differenzierte Wahrnehmung zulässt. Die Farbigkeit entwickelt sich durch die gesteigerte Wirkung von den Bildrändern zur Mitte, von dunkel zu hell und reziprok. Die gleichmäßigen Pinselstriche hinterlassen auf der Bildoberfläche einen homogenen Gesamteindruck.
In den ab 1995 entwickelten „Kipp-Bilder“ trägt Geccelli die Strichlagen auf der rechteckigen Leinwand schräg auf, sodass der unbemalte Grund der Bildtafel an den Rändern erkennbar bleibt: Das Bild scheint zu kippen, die Malerei sich von ihrem Grund zu trennen.
Geccellis Malerei ist zutiefst spirituell – sie offenbart den Wandel vom Empirischen zum Transzendentalen, von Raum und Zeit und versetzt den Betrachter in eine meditative Stimmung.
Der im österreichischen Wolfurt/Vorarlberg lebende und arbeitende Herbert Albrecht (*1927) offenbart in seinem Schaffen eine intensive Auseinandersetzung mit der menschlichen Gestalt. In reduzierter, abstrahierter Formensprache kreiert er liegende, stehende, sitzende Figuren in endloser Schönheit.
Neben dem Torso inspiriert ihn besonders der Kopf zu eindrucksvollen, seine Vielfältigkeit offenbarenden Kompositionen.
Albrecht beginnt in den 1960er Jahren mit einer Serie von unterschiedlich großen Köpfen. Bis in die Gegenwart werden sie in Bronze und auserlesenen, seltenen Steinen wie Diabas, Spanischem Kalkstein und Glaukonit umgesetzt.
Vom Kubismus beeinflusst bilden Block und Kubus den Ausgangspunkt, erweitert durch differenzierte, ineinander verschobene Formen.
In der Verwendung unterschiedlichster Materialien manifestiert sich Albrechts virtuoser Umgang mit deren Beschaffenheit und Strenge, macht ihre Einzigartigkeit und Vollkommenheit haptisch erfahrbar.













