(openPR) Ein automatisches Kommissionierlager mit 4-fach tiefer Lagermöglichkeit und damit optimaler Platzausnutzung entwickelte die de Man GmbH aus Borgholzhausen für die Dremec GmbH. Besonderheit: Die Lagerverwaltung wurde in diesem Fall vom Kunden selbst realisiert. Daher erarbeitete de Man eine ActiveX-Komponente auf Basis von Microsoft COM-Technologie als Schnittstelle zur Integration des selbst entwickelten Regalbediengerätes (RBG), die eine äußerst einfache Steuerung des Lagersystems für den externen Anwender ermöglicht. Ergebnis der Automatisierung: Eine deutlich effizientere Lagerverwaltung und Bestandsdokumentation.
Die Dremec GmbH ist Spezialist für Befestigungselemente z.B. aus Messing, Edelstahl oder Aluminium. Auch Sonderfertigungen können durch den modernen Maschinenpark problemlos hergestellt werden. Um der hohen Produktqualität und steigenden Nachfrage weiter gerecht zu werden, entschied sich das Unternehmen seine Produktionsstätte an den neu errichteten Standort in Löhne zu verlegen, wo die Kommissionierung der Produkte mit Anbindung an ein automatisches Kleinteilelager das Herzstück bilden sollte. Effizienter, schneller und zuverlässiger als die bisherige manuelle Lagerhaltung sollte das neue System sein. Beauftragt wurde die de Man Industrie-Automation GmbH, Spezialist für automatische Lagersysteme aus Borgholzhausen.
Platz für 7.312 Behälter
de Man entwickelte ein eingassiges Kanallager mit einer Höhe von 9 Metern und einer Länge von 14 Metern, das über 2 Kommissionierplätze bedient wird. In den 2 Lagerblöcken mit je 40 Ebenen übereinander und 23 Reihen nebeneinander können insgesamt 7.312 Kunststoffbehälter (400 x 300 x 120 mm) mit den produzierten Teilen gelagert werden. Die Behälter mit den fertigen Teilen werden an den beiden Kommissionierplätzen gescannt und bekommen vom Lagerverwaltungsrechner einen freien Platz zugewiesen. Über Förderbänder werden sie nun in das Lagersystem eingeschleust und vom RBG übernommen. Um die zur Verfügung stehende Fläche optimal auszunutzen erfolgt die Lagerung der Kleinladungsträger (KLTs) 4-fach tief und quer. Das Regalbediengerät ist mit einem Teleskopband ausgerüstet, das wechselseitig auf die Kanäle links und rechts zurückgreifen kann.
Zusammenarbeit mit interner Software-Abteilung
Um ein durchgängiges EDV-Konzept zu gewährleisten, gehörte die Lagerverwaltung in diesem Fall nicht zum Lieferumfang. Vielmehr plante de Man das Lager zusammen mit dem im Unternehmen etablierten Software-Haus, wodurch eine kundenspezielle Lagerverwaltung und optimale Anbindung an das bereits existierende ERP-System ermöglicht wurde. Diese Vorgehensweise ist vor allem dann denkbar, wenn in einem Unternehmen bereits ein ERP-System mit einem entsprechenden Tool vorhanden ist. Um das von de Man hergestellte RBG zu integrieren entwickelte der Automatisierungsspezialist neben der SPS auch eine ActiveX-Komponente auf Basis von Microsoft COM-Technologie als Schnittstelle, die die Kommunikation der Systeme untereinander besonders komplex und einfach gestaltet. Der Datentransfer erfolgt via Ethernet. Für den Anwender ergibt sich eine äußerst einfache Bedienbarkeit, da anhand einer geringen Anzahl von Informationen das gesamte Lagersystem gesteuert werden kann.
Ergebnis der Automatisierung: Die Ein- und Auslagervorgänge laufen deutlich schneller und effizienter ab, eine lückenlose und fehlerfreie Bestandsdokumentation reduziert die Rate der Korrekturbuchungen gen Null und der vorhandene Platz wurde optimal genutzt.













