(openPR) Morgen, am 22.Mai 2010, findet erstmals der Europäische Adipositas-Tag statt. Er ist Teil eines strategischen 3-Jahres-Plans, den die Europäische Adipositas-Gesellschaft (EASO) entwickelt hat, um der in Europa grassierenden Adipositasepidemie Herr zu werden. Am 19. Mai 2010 ist der 3-Jahres-Plan bereits den Mitgliedern des Europäischen Parlaments in Strassburg vorgestellt worden.
„Zur Eindämmung der Adipositasepidemie in Europa brauchen wir einen multidisziplinären Ansatz auf allen gesellschaftlichen Ebenen in allen europäischen Ländern und den konzertierten Einsatz von Präventionsstrategien, konsequent umgesetzten Behandlungsleitlinien, Forschungsaktivitäten, Aufklärung und Bildung der Verbraucher und Patienten sowie ein regelmäßiges Monitoring der Bevölkerungen“, so Euan Woodward, Geschäftsführer der EASO in Wales, England. Neben der Schaffung eines öffentlichen Bewusstseins sei auch die politische Beteiligung bei der Entwicklung von Strategien unbedingt erforderlich, so Woodward weiter. Die Aufgaben der EASO sieht Woodward vor allem in einer Förderung der europäischen Forschungslandschaft sowie in der Unterstützung zur Zusammenarbeit und Interaktion aller beteiligter Gruppen.
„Wir begrüßen, dass das Thema Adipositas durch einen europaweiten jährlichen Adipositas-Tag jetzt stärker und in Zukunft regelmäßig in das Bewusstsein der Bevölkerung und der Politik gerufen wird“, so der Kommentar von Prof. Dr. Hans Hauner, Präsident der Deutschen Adipositas-Gesellschaft. Mit der Umsetzung des Nationalen Aktionsplans gegen Übergewicht in der bundesweiten Kampagne „InForm“, der Forschungsförderung im Rahmen des „Kompetenznetz Adipositas“ und der Einrichtung einer gemeinsamen „Plattform Ernährung und Bewegung (peb)“ zur Förderung der Verhältnisprävention hätte Deutschland in den letzten 5 Jahren zwar enorme Fortschritte gemacht – dennoch würden die Zahlen der übergewichtigen und adipösen Menschen in Deutschland weiter zunehmen, Adipositas sei nach wie vor von der Gesundheitspolitik nicht als chronische Erkrankung anerkannt und Verbrauchern würde es weiterhin schwer fallen, ohne eine leicht verständliche Lebensmittelkennzeichnung die Nährstoffrelation von Lebensmitteln zutreffend einzuschätzen um gesundheitsbewusster einkaufen zu können. „Wir haben gerade angefangen, das Thema Adipositas in Deutschland ernster zu nehmen, aber wir sind von einer Trendumkehr noch weit entfernt und dürfen in unseren Bemühungen nicht nachlassen“, so der DAG-Präsident.
Zum Statement der EASO, dem 3-Jahres-Plan und Hintergrundfakten gelangen Sie hier:
http://easo.org/documents/EASOEODStatement.pdf












