(openPR) Unter diesem Motto steht der diesjährige europäische Adipositas Tag, der am 18. Mai 2019 stattfindet.
Mit diesem Motto weisen die European Association for the Study of Obesity (EASO) auf die Dringlichkeit einer europaweiten gemeinsamen Strategie bei der Prävention und der Therapie der Adipositas hin.
Gemäß den Daten des Robert-Koch-Institutes (RKI) sind mehr als 60 % der Erwachsenen Übergewichtig, mehr als ein Viertel der Erwachsenen sind an der Adipositas erkrankt.
Zwischen 5 und 7 % der Kinder und Jugendlichen leiden bereits an der Adipositas (KIGGS Welle 2).
Die Erkrankung Adipositas ist ursächlich für mehr als 200 Begleit- und Folgeerkrankungen, wie zum Beispiel Diabetes Typ2, Hypertonie, Schlafapnoe usw.
Gepaart mit diesen zahlreichen Komorbiditäten stellt die Adipositas einen wesentlichen Anteil des tödlichen Quintetts, welche in koronaren Herzerkrankungen und / Schlaganfall münden (Whitepaper Im Puls. Think Tank Herz-Kreislauf).
Obwohl diese Daten allesamt wissenschaftlich evaluiert sind, weigert man sich in Deutschland seit Jahren entsprechende Therapien zu etablieren und den Erkrankten entsprechende Behandlungen zu ermöglichen. Vielmehr werden Betroffene weiterhin in die Rolle des „Eigenverschuldens“ gedrängt und stigmatisiert. Die Ursachen dieser Erkrankung reichen oft bis in die frühe Kindheit, was eine ausführliche und individuelle Anamnese erfordert. Mangels entsprechend fachlich qualifiziertem Personal findet dies häufig nicht statt und viele Betroffene ergeben sich ihrem Schicksal bis hin zur sozialen Isolation.
Mittels einer Petition haben die Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Adipositas mit Unterstützung der Deutschen Adipositas Gesellschaft bereits im letzten Jahr auf diesen Missstand aufmerksam gemacht und Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt. Dies auch vor dem Hintergrund, dass das Bundessozialgericht bereits im Jahr 2003 festgestellt hat, dass es sich bei der Adipositas um eine behandlungsbedürftige Erkrankung handelt.
Wir als Selbsthilfe- und Patientenverband fordern die Etablierung einer konservativen Therapie der Adipositas sowie einer geregelten postoperativen Nachsorge gemäß der eingereichten Petition.
Weiterhin stehen wir für eine frühzeitige Prävention sowie entsprechender Maßnahmen im Rahmen der Lebensmittelkennzeichnung und des Verbraucherschutzes.
Weitere Details zu der Petition finden Sie unter http://www.bag-selbsthilfe-adipositas.de/petition-adipositastherapie/











